Sondereinheit Themis Band 3: Menschenhandel

Das Buchcover zur Sondereinheit Themis Band 3: Menschenhandel

“Wusstet ihr, dass jede Prostituierte bei der Ausübung ihres Berufes schon mal mit Gewalt konfrontiert wurde?…” – Menschenhandel

Es war der Grund, weshalb sie Polizistin werden wollte. Am Ende wünscht sich Natasha, dass sie niemals erfahren hätte, was damals passiert ist.

Natasha wird aufgrund ihrer Sprachkenntnisse zu der Vernehmung einer schlimm misshandelten sechzehnjährigen Prostituierten hinzugezogen, aber bevor sie das Vertrauen des Mädchens gewinnen kann, muss sie hilflos miterleben, wie es vor ihren Augen stirbt. Der Anblick rührt bei Natasha längst vergessen geglaubte Erlebnisse aus ihrer Jugend auf. Für sie ist klar, dass sie dieses Verbrechen nicht auf sich beruhen lassen kann, egal, welchen Preis sie dafür am Ende bezahlen muss.

Nach vier Jahren des Widerstandes muss sich Peter Abel eingestehen, dass er weitaus mehr für Natasha empfindet, als Freundschaft. Als ihm sein Chef die Aufgabe erteilt, eine persönliche Vendetta seiner Partnerin zu verhindern, steht er vor einer echten Herausforderung.

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Deutschland der Dreh- und Angelpunkt für den Menschenhandel

Bei der Recherche zu diesem Buch bin ich durch die Hölle gegangen. Jeder der ein wenig Empathie besitzt, wird es vermutlich ähnliche gehen. Mir war nicht bewusst, was die Legalisierung der Prostitution bedeutet. Um ehrlich zu sein, war ich so naiv zu glauben, dass es den Frauen hilft ihren Lebensunterhalt zu verdienen ohne sich im kriminellen Milieu zu bewegen. Ihre Situation ist heute viel schlimmer, als je zuvor. Warum?

Nur weil etwas legal ist, bedeutet es nicht, dass die Arbeitsverhältnisse sich geändert haben. Es gibt immer noch Zuhälter und organisierte Kriminalität, wenn es um das älteste Gewerbe der Welt geht. Allerdings haben die Frauen keine Chance mehr sich Hilfe zu suchen. Die Polizei, wenn sie denn aktiv wird, sind oft die Hände gebunden. Sie müssen nachweise, dass ein Verbrechen stattfindet, dass Frauen zur Prostitution gezwungen werden. Freier nehmen sich das Recht heraus ihre sexuelle Fantasien auszuleben. Immerhin sie zahlen ja dafür. Und exakt auf diese Weise behandeln sie die Frauen, wie eine Ware und nicht wie ein Mensch. Frauen werden aus anderen Ländern rüber gelockt. Menschenhandel ist ein gutes Geschäft und es braucht Nachschub. Immerhin der Sextourismus nach Deutschland ist ein lukratives Business. Mit Flatrates.

Gesellschaftlich prägt es das Frauenbild unserer heutigen Zeit. Väter gehen mit ihren Söhnen in den Puff, damit sie Erfahrung sammeln. Frauen werden zu einem Lustobjekt und wenn sie mit blauen Flecken, gebrochenen Gliedmaßen zur Polizei gehen, tja dann sind sie es halt selber schuld.

Leserunde bei Lovelybooks zu Band 3 der Sondereinheit Themis

Ja, auch in diesem Buch geht es um Liebe, Beziehungen und Konflikte, aber eben auch um Menschenhandel. In der Leserunde haben wir viel diskutiert. Ich liebe es, dass ich als Autorin Themen aufgreifen und meine Leserinnen und Leser zum Nachdenke anregen kann. Auch wenn die Unterhaltung dabei nie zu kurz kommt. Übertreibe ich bei dem Thema? Nein, nach meiner Recherche bin ich mir sicher, dass wir das Gesetzt überdenken und ändern müssen. Schweden geht da mit gutem Beispiel voran. Dort ist Prostitution verboten. Handelt jemand dagegen, ist nicht die Frau, die Kriminelle, sondern der Freier. Ein Ansatz, der die Gesellschaft zum Umdenken gebracht hat.

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