Gelesen: Nikolas Sparks – Das Schweigen des Glücks

Gelesen: Nikolas Sparks – Das Schweigen des Glücks

Der englische Titel des Buches “The Rescue” ist viel passender für den Roman von Nikolas Sparks. Die Geschichte beginnt mittendrin. Denise flüchtet in einem Auto mit ihrem Sohn Kyle vor einem Tornado. Während sie vor den Urelementen flieht, baut sie einen Unfall. Als sie das Bewusstsein wiedererlangt, ist Kyle verschwunden. Ein Feuerwehrmann, der an der Unfallstelle hält, organisiert die Suche und findet nach vielen Stunden den Sohn von Denise. Zwischen den Dreien beginnt eine Beziehung, doch es gibt etwas in Taylors Vergangenheit, das ihn davon abhält eine langfristige Beziehung einzugehen.

Diesen Roman von Nikolas Sparks habe ich mit gemischten Gefühlen gelesen. Wie immer gefällt es mir, wie er einfache Menschen nimmt und sie zu Helden in seiner Geschichte macht. Wir können uns mit ihnen, ihrem Alltag identifizieren. Dennoch greift er diesmal ein Problem auf, dass einen nachdenklich macht. Kyle hat eine Behinderung. Seine Sprachentwicklung ist massiv verzögert. Denise, von Beruf Grundschullehrerin, gibt ihre Arbeit auf, um komplett für ihren Sohn da zusein. Allerdings arbeitet sie in einer Imbissbude als Kellnerin. Das ist für mich der erste Widerspruch. Ich muss aber zugeben, dass ich den Job eines Lehrers in der USA nicht kenne. In Deutschland, wäre es lukrativer als Lehrerin weiterzuarbeiten und es ließ sich mit der Betreuung eines Kindes leichter vereinbaren. Zählen wir das mal zu der schriftstellerischen Freiheit.

Was mir mehr Probleme macht, ist die Art, wie Denise ihren Sohn “fördert”. Ja sie liebt ihr Kind. Ja sie möchte ihm ein normales Leben ermöglichen. Ja sie arbeitet intensive mit ihm. Und doch. Ein Kind an ein Stuhl zu binden, mit Süßigkeiten zu belohnen, wenn er endlich nach Stunden das Wort sagt, was er sagen soll? Ich empfinde es deshalb als so kritische, weil Sparks seine Protagonistin darstellt als “die Mutter” schlechthin. Anders als wir modernen Frauen, die ihren Beruf, die Versorgung der Familie, der Fürsorge für die Kinder unterordnen. Stellte euch eine Katze vor, der ihr rückwärts über das Fell streichelt. So fühle ich mich dabei.

Die Liebesgeschichte selbst ist wiederum sehr schön. Taylor, der sich mehr und mehr zu Denise hingezogen fühlt. Denise die achtsam einen Mann in ihr Leben einlässt, wo doch eigentlich niemand neben Kyle Platz hat. Ich habe mich lange gefragt, was für ein Problem Taylor hat. Das fand ich dann wiederum interessant aufgelöst. Genauso wie das Zögern von Denise, ob sie sich noch einmal auf die Beziehung einlassen soll.

Wer nun Lust bekommen hat die Geschichte selbst zu entdecken: Das Schweigen des Glücks von Nikolas Sparks. (Der Link ist ein Affiliate Link, wenn ihr darauf klickt, bekomme ich eine Provision von Amazon.)

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