Hanna Rosenbaum in: Hannas Wahrheit und Hannas Entscheidung

Hannas Wahrheit und Hannas Entscheidung

Hanna ist meine bisher schwierigste Heldin. Einige LeserInnen vergleichen sie mit Lisbeth Salander in den Romanen von Stieg Larsson aus der Millenium-Triologie. Es ist eine Weile her, dass ich die Bücher gelesen habe, doch ich glaube, dass diese Figur in dem Roman an dem Asperger Syndrom leidet. Das Asperger Syndrom ist eine Form des Autismus, der oft von der Umwelt nicht als solcher wahrgenommen wird. Der Mensch gilt als “eigenbrötlerisch” – weil er nicht in der Lage ist, die soziale Interaktion und Kommunikation aus zu üben. Vielleicht will er es auch gar nicht. Für die Figur Hanna, war diese Definition einer autistischen Veranlagung, der wichtigste Bestandteil für die Art wie sie handelt und wie sie in der Geschichte auf die LeserInnen wirkt. Stieg Larsson hat, denke ich, eine schwerere Form gewählt, aber der Vergleich mit den zwei Figuren ist durchaus berechtigt. Mehr allerdings auch nicht, denn der Schwede hat einen genialen Dreiteiler geschrieben, der uns in die menschlichen Abgründe führt. Wohingegen ich dazu tendieren unterhaltsame “Wohlfühl”- Geschichten zu schreiben. Ich möchte ja auch weiterhin, Nachts allein, in den Feldern bei uns spazieren gehen. Weiterlesen →

Vera Kamphoven in: Duke–ein weiter Weg zurück

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Starten wir am Anfang, mit meiner ersten Heldin, Vera Kamphoven. Ein Name muss immer zu meiner Protagonistin passen. In der ersten Version des Romans hieß sie Katharina. Doch nachdem der Charakter Form annahm, wurde mir nach und nach klar, dass dieser Name keinesfalls zu ihr passt. Ich suchte etwas bodenständiges, langweiliges, ja normales. Genau so startet die Figur. Vera ist ein Durchschnittsmädchen, weder hübsch noch hässlich, weder dünn noch dick, weder klug noch dumm. Aber sie steht mit beiden Beinen auf den Boden, denn sie

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eBooks mit Heldinnen

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Eine Woche Social Media Camp liegen hinter mir. Eigentlich hatte ich mich für den Wochenkurs angemeldet, je drei Webinare pro Tag von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr, weil wir den Vertrieb für unsere IT-Dienstleistung seit sieben Jahren über die Social Media Kanäle betreiben. Da wird es Zeit für eine Reflexionsphase und Ideen, was wir besser machen können. Vier Kurse sind mir dabei besonders im Kopf hängen geblieben. Das Thema Hashtags bei Twitter, Facebook und die Videos. Letzteres Thema vor allem, weil ich kurz zuvor entdeckt hatte, dass es für die Comicvideos eine Plattform gibt von der Firma Sparkol, wo die Animationen in dem Programm selber drin sind. Das war natürlich mal

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Das Land Alurin in dem Licht und Dunkelheit spielt

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Ursprünglich hatte ich nur einen Fantasy Roman schreiben wollen. Doch wie das so oft bei mir ist, fand ich das Land so spannend, dass ich dachte, nein, da steckt mehr Potential drin. Zum einen macht es mir unglaublich viel Spaß eine Fantasy Geschichte zu schreiben. Zum anderen steckt in der Erfindung einer neuen Welt, ja auch viel Arbeit. Also macht es Sinn diese Fantasy-Welt für weitere Geschichten zu nutzen.

ABER…

… dabei war es mir wichtig, dass jede Geschichte am Ende, in sich abgeschlossen ist. Die LeserInnen können selber entscheiden ob sie nur eines oder mehrere lesen. In der geschriebenen Reihenfolge oder einer anderen. Wobei man sich bei einer Änderung der Reihenfolge vielleicht, die ein oder andere Spannung aus einer Geschichte nimmt.

Doch kommen wir zu Alurin – mein Fantasy Land. Auf der einen Seite habe ich Phantasie, auf der anderen

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Fantasy Roman Theona im Lektorat

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Es ist soweit. Nach einem echt harten Arbeitswochenende, bin ich mit den Überarbeitungen von meinem neuen Fantasy-Roman Theona durch. Am Sonntag habe ich ihn an meine Lektorin versendete. Jetzt heißt es warten auf die Rückmeldungen, Anmerkungen, Änderungen, Ergänzungen, die meine Lektorin für die Geschichte hat. Und zuletzt kommt dann die Korrektur von Grammatik- und Rechtschreibfehlern. Bisher bin ich frohen Mutes, dass ich das eBook noch in diesem Jahr veröffentlichen kann.

Loslassen ist schwer

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Theona–zweite Überarbeitung

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Nachdem ich am Freitag die zweite Überarbeitung des Rohentwurfs fertiggestellt hatte, freue ich mich, dass ich es heute zum Lektorat schicken konnte. Sicherheitshalber entschied ich mich, den überarbeiteten Text in das Mobi-Format umzuwandeln und am Wochenende schnell durchzulesen. Pustekuchen. Mit Entsetzen bemerkte ich, dass die Korrekturen eine Haufen Flüchtigkeitsfehler produziert haben und dass der Anfang einfach noch schlecht ist.

»Theona von Akliet – ihr werdet des Mordes für schuldig befunden an Elkas von Nordin.«
Auriels Hand glitt zur Seite, wo sonst das Schwert hing, doch sie griff ins Leere. Theonas Augen erfassten ihn. Er erstarrte, fror fest, bewegungslos verharrte er, als hätte er jede Gewalt über den Körper verloren. Neben ihm straffte sich sein Vater, dessen Gesicht keinerlei Regung zeigte. Die Soldaten packten seine Schwester. Ohne Gegenwehr ließ sie es geschehen. Einer der Männer ergriff das Hemd der Verurteilten, zerrten es an der rechten Schulter herunter. Die Soldaten drückten ihren Oberkörper auf den Steinblock, der Mitten im Raum stand. Auriel schickte einen Befehl an seinen Körper, wollte ihr zur Hilfe eilen, als die Hand des Vaters ihn am Arm packte und die Finger sich in das Fleisch bohrten.
»Es reicht, wenn ich heute meine Tochter verliere. Bring nicht auch noch du Schande über unserer Familie.« …
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Gute Geschichten brauchen Zeit

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Geduld erscheint mir in der heutigen Zeit oft ein Fremdwort zu sein. LeserInnen von Büchern stellen dabei keine Ausnahme dar. Meine Tochter und ich haben ungeduldig auf den zweiten Teil von “Silber – Zweites Buch der Träume”, geschrieben von Kerstin Gier, gewartet. Endlich ist er raus. Jetzt heißt es wieder zwei oder womöglich drei Jahre warten, bis der Dritte und letzte Band erscheint. Noch anstrengender die Reihe “A Song of Ice and Fire” von George R.R. Martin, bekannt als Fernsehserie unter dem Namen “A Game of Thrones”, die mein Sohn, mein Mann und ich zur Zeit als Hörbuch hören. Das ersten ist 1998 erschienen und der sechst Teil fehlt noch. Sechzehn Jahre für fünf Bücher – wow!

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Buchgefluester Podcast Folge 13: Der Glaube von Hanna

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Bevor wir mit einer Art kleinen Lesung in unserem Podcast beginnen, über den Aspekt des Glaubens in den Geschichten Hannas Wahrheit und Hannas Entscheidung, starten wir mit der Verlosung aus dem Gewinnspiel. Zu Gewinnen gab es ein Buchpaket der Hanna Taschenbücher mit persönlicher Widmung. Das Interesse an dem Gewinnspiel hat mich so überwältigt, dass ich statt des

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Recherche: Malala Yousafzai 2013 vorgeschlagen für den Friedensnobelpreis

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“Be the change you wish to see in the world” – Mahatma Gandhi

Das für mich so unglaublich spannende, beim Schreiben eines Gegenwartsromans, ist die Recherchearbeit. Ja – manchmal fluche ich darüber, aber oft bin ich völlig fasziniert von dem was ich NICHT wusste. So stolperte ich letzte Woche über die 16-jährige Malala Yousafzai, die 2013 für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde. Warum? Weil sie in ihrem Heimatland Pakistan gegen die Taliban für das Recht von Frauen und Mädchen auf Bildung setzt. Pakistan? Bildung für Frauen und Mädchen? Ist das nicht schon seit langer Zeit Realität? Verblüfft las ich die Geschichte von Malala auf dem Blog der Zeitschrift “Zeit”. Kam auf den

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Recherche: 67 km Hollenmarsch in Bödefeld

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Es gab Momente, wo ich mich fragte: “Wieso tust Du dir das an? Reicht es nicht, einfach deine Phantasie spielen zu lassen? Musst Du es unbedingt selber ausprobieren?” Die Antwort lautet: “Ja!” Aber starten wir am Anfang. Wie ihr vielleicht auf meinem Blog verfolgt, stecke ich mitten in der Recherche für den neuen Gegenwartsroman mit dem Arbeitstitel Tamara. Dafür habe ich mir einige Dokumentationen, Berichte, Bücher und Filme zu den Special Forces angeschaut. Auch wenn ich hier viele beeindruckende Lebensgeschichten kennenlernte habe und die Berichte die Strapazen offenbaren, fehlte mir das Gefühl was es wirklich bedeutet. Ich entschloss mich also dazu, einige ausgewählte Herausforderungen selber zu testen. Dazu

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Arte-Sendung: Amazon–schöne neue Bücherwelt

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Als ich für meinen neuen Blogpost etwas recherchierte, stieß ich auf einen lang von mir ersehnten Beitrag, von dem Fernsehsender Arte. Über den Blog von Emily Bold wusste ich, dass diese im letzten Jahr begannen, mit ihr eine Dokumentation zu drehen. Weitere Autoren “Akteure” in dem Bericht: Amanda Hocking (amerikanische Autorin), Oliver Pötzsch (deutscher Autor),  Agnés Martin-Lugand (französische Autorin) und natürlich Emily Bold (deutsche Autorin). Ich las den Blogpost von Emily zu dem Fernsehbeitrag und den Artikel in der Frankfurter Rundschau. Danach musste ich es selber sehen. Alle Quellen habe ich unten verlinkt, wobei es Anfangs ein Problem gab den Bericht auf “Arte” zu sehen, da er auf der einen Seite nicht mehr zu sehen war. Aktuell funktioniert aber dieser Link.

Ich fand den Fernsehbericht sehr interessant und vielfältig. Gar nicht so einseitig, wie nach den gelesenen Kommentaren gedacht, abgesehen von der emotionalen “Evil” – Musik, wenn von Amazon die Rede war. Grundsätzlich sind die Punkte, die angesprochen werden, aber alle valide. Als jemand aus der IT Branche, der sich mit den Softwaretrends, amerikanischen Unternehmen, Sicherheitsdiskussion und mit den zukünftigen Visionen der Gesellschaft auseinandersetzt, habe ich vielleicht ein anderen Ausgangspunkt für diese Diskussion. Zuerst meine Meinung zu dem Bericht, bevor ich kurz über die einzelnen Autoren eine Zusammenfassung mache. Keine wortwörtlichen Zitate, sondern die hoffentlich korrekte, sinngemäße Wiedergabe von zwei Aussagen stelle ich voran.

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