Rohentwurf Duke 2: 1. Kapitel – Abendessen – Szene 2

Beautiful black stallion run in desert dust against sunset skyNoch während ich die Tür zu der Wohnung von Hennig aufschloss, streifte ich mir gleichzeitig die Schuhe ab. Ich warf die Jacke auf den Boden, schlüpfte aus dem Sweatshirt, zog erst das eine Bein, dann das andere aus der Stretchjeans, so dass ich am Ende nur noch in Unterwäsche in dem Schlafzimmer ankam. Auf dem Bett lag ein schwarzes, schlichtes Etuikleid, daneben eine noch verpackte Feinstrumpfhose, sowie meine einzigen eleganten Schuhe, die sogar einen Miniabsatz aufwiesen. Ich hob den Zettel, der auf dem Kleid lag auf. Nur ein Vorschlag, falls du nicht weißt, was du anziehen sollst, stand darauf und dahinter hatte Henning ein Smiley gemalt. Typisch für ihn, er plante immer im vor aus.
Ich stellte die Dusche auf besonders heiß, nahm reichlich Shampoo und Duschgel, um auch den Rest des Pferdegeruchs loszuwerden. Schaffte es in Rekordzeit, mir die Haare trocken zu föhnen, eine Spur Make-up für die roten Stellen in meinem Gesicht aufzulegen, so dass ich keine Dreiviertelstunden später vor dem Restaurant stand. Immer noch eineinhalb Stunden nach der ursprünglich vereinbarten Zeit. Ein wenig außer Atem, ging ich hinein. Ein Kellner erblickte mich, kam mir lächelnd entgegen und nahm mir den Mantel ab, den ich passend zu dem Kleid ausgewählt hatte. „Rohentwurf Duke 2: 1. Kapitel – Abendessen – Szene 2“ weiterlesen

Rohentwurf Duke 2: 1. Kapitel – Abendessen – Szene 1

Red arabian horse runs gallop in dust arenaIn meinen Ohren klang es wie ein Stöhnen. Unwillkürlich spannte ich jeden Muskel in meinem Körper an. Ich spürte den Schweiß, der mir zwischen den Schulterblättern herabrann. Die nächste Kontraktion kam. Ich hielt die Luft an.
»Verflucht Vera, so bist du mir überhaupt keine Hilfe. Im Gegenteil. Willst du, dass sie mir die Arme bricht?«, schimpfte Dr. Brenner vor sich hin. Sein Gesicht war vor Anstrengung rot und auch ihm perlte der Schweiß von der Stirn. Sein eine Hand steckte bis zur Schulter in der Stute. Tamira fohlte zum ersten Mal und ausgerechnet bei ihr hatte das Fohlen nicht die normale Position eingenommen mit dem Kopf zuerst durch den Geburtskanal zu kommen. Ich sah, dass die Stute am Ende ihrer Kräfte war. Die Bilder aus meiner Vergangenheit krochen in meine Gedanken und es war die Erinnerung, die mir die so dringend notwendig Ruhe nahm, die die Stute brauchte, um die Geburt heile durchzustehen und Dr. Brenner, damit er seinen Job machen konnte, ohne dass ihn die Kontraktion den Arm brach. „Rohentwurf Duke 2: 1. Kapitel – Abendessen – Szene 1“ weiterlesen

Buchgefluester Podcast Folge 14: Vera und Henning

Heute reden wir in unserem Podcast über die Protagonisten meiner ersten Geschichte: Vera und Henning in „Duke – Ein weiter Weg zurück“. Es ist lange her, dass wir soviel in unserem Podcast lachen mussten. Das lag an Carsten, der immer wieder so eklige Fragen stellen kann. Auch musste ich oft nachdenken, wie ich es ausdrücken kann, was für mich bei den Charakteren so wichtig ist. Natürlich hält sich Carsten nie an ein Skript, weshalb ich es eigentlich schon aufgegeben habe eines anzufertigen. Diesmal war es besonders gemein, weil er natürlich auch die anderen Charaktere mit reingenommen hat. Doch ich war beim nachträglichen bearbeiten erstaunt, als mir klar wurde, wie sehr mich selbst die Nebenfiguren in einer Geschichte beschäftigen. Aber auch bei mir ist es schon fast drei Jahre her, dass ich die Geschichte zuletzt gelesen habe.

Eine privat Story muss ich jetzt mal hier veröffentlichen, obwohl ich das normalerweise nicht mache. Mein Mann kann sich unglaublich schlecht Namen merken und manchmal setzen sich Namen bei ihm so richtig schön falsch fest. So liebt er es z.B. Bernhard Frank, ständig mit Frank anzureden. Das macht er mit so einem Selbstbewusstsein, dass es dann so weit geht, dass man selbst völlig irritiert ist und sich selbst fragt, „Hey vielleicht liege ich ja falsch und ich hieße Frank und nicht Bernhard.“ So eine Szene haben wir hier in unserem Podcast drin und ich habe es nicht rausgeschnitten, weil es so lustig war, wie ich dann irgendwann drauf reagiert.

Ab Minute 20 Spoilen wir ein ganz klein wenig, wie die Geschichte von Vera ausgeht. Vor allem bekommt ihr dann mit, warum meine Geschichten immer ein Happy-End haben. Mein Mann behauptet doch glatt, dass der überwiegende Teil der LeserInnen nur Bücher mag, die ein Happy-End haben. Ja es gibt Ausnahmen, doch hier fordern wir Euch mal auf eure Meinung kundzutun. Mögt ihr Happy-End´s in Geschichten oder was passiert, wenn am Ende die beiden Auseinandergehen, das Pferd stirbt oder sogar einer der Protagonisten, so wie bei einem Film den wir neulich sahen. Ich gebe zu, da war auch ich total entsetzt und sauer. Ich bin gespannt zu welcher Seite meine LeserInnen und Podcast-HörerInnen zählen.

Vera Kamphoven in: Duke–ein weiter Weg zurück

Starten wir am Anfang, mit meiner ersten Heldin, Vera Kamphoven. Ein Name muss immer zu meiner Protagonistin passen. In der ersten Version des Romans hieß sie Katharina. Doch nachdem der Charakter Form annahm, wurde mir nach und nach klar, dass dieser Name keinesfalls zu ihr passt. Ich suchte etwas bodenständiges, langweiliges, ja normales. Genau so startet die Figur. Vera ist ein Durchschnittsmädchen, weder hübsch noch hässlich, weder dünn noch dick, weder klug noch dumm. Aber sie steht mit beiden Beinen auf den Boden, denn sie hat etwas, das sie trägt, die Pferde. Tiere machen sich nie an den Äußerlichkeiten eines Menschen fest. Sie erkennen die inneren Werte und in ihrem Inneren ist Vera eine starke Frau.

Ein weiterer Pluspunkt sind ihre Eltern. Zum einen Lieben die beiden sich und zum anderen Lieben sie Vera. Sie ist das einzige Kind der Eltern, dass was ihr Leben vollkommen macht. Vor allem zu ihrem Vater hat sie eine tiefe Beziehung. Ein Mann eher zurückhaltend, ja fast schüchtern, der glücklich ist in seiner Welt. Genau das zeichnet auch das Elternhaus aus. Die Kamphoven´s sind Menschen, die zufrieden sind ohne Neidgefühle gegenüber ihren Arbeitgebern. Die Arbeit, die sie verrichten erfüllt sie und genau diese Lebensfreude, dieses in sich selbst ruhen, geben sie an ihrer Tochter weiter. Die Welt der Kamphoven´s ist heile und nichts scheint sie zu erschüttern, bis ja, bis zu dem Unfall von Vera.

backlit horse sunsetDie Pferde sind Veras Leben. Bei ihnen fühlt sie sich frei von jedem Wettbewerb, denn natürlich existiert auch in ihr der Wunsch gesehen zu werden. In ihrer Person ist sie unsicher, auch wenn sie das nie zeigt. In den Gedanken, die die Leserinnen ja mitbekommen, da ich die Geschichte nach der zweite Version noch ein drittes Mal umschrieb, um sie aus der “Ich”-Perspektive zu erzählen, wird das sichtbar. Obwohl das eine Erzählperspektive ist, die mir überhaupt nicht behagt, war mir klar geworden, dass vieles unverständlich bleibt, wenn die Leserinnen, diese Innenansichten nicht erhalten. Pferde lesen sehr aufmerksam die Körpersprache eines Menschen. Sie merken wenn jemand unsicher ist oder Angst hat. Da sie mit ihren Lauten sehr sparsam umgehen, ist das Lesen der Körpersprache für ihr Überleben in der freien Wildbahn entscheidend. Diese natürliche Art mit Pferde zu kommunizieren, fällt Vera leicht. Denn sie ist neugierig, achtsam, fasziniert und tritt den Lebewesen mit Wertschätzung gegenüber. So wie die Pferd ihrer inneren Werte erkennen, so erkennt sie die ihren.

Erst als Thomas zwischen sie und die Pferde tritt wird diese Verbindung gestört. Hinzu kommt, dass sie sich auf einen ziemlich dummen Deal eingelassen hat, um das, was ihr im Leben am wichtigsten ist, nämlich Flying High, in ihren Besitz zu bekommen. Noch nie wollte Vera etwas in ihrem Leben, aber der Hengst gehört zu ihr, dass weiß sie von dem ersten Augenblick, wo sie ihn nach der Geburt sieht. Und auch der Hengst weiß, dass er zu Vera gehört. Wer die Geschichte gelesen hat, weiß um das Verhältnis der beiden und was dann geschieht.

Es gab eine Leserin die mir schrieb, dass sie Vera für schwach hält. Und dass es ihr nicht gefiel, dass Henning in ihren Augen sie sozusagen rettet. Das fand ich völlig spannend, denn ich habe in der Figur von Henning lediglich eine Mann gesehen, der erkennt, das Vera leidet und ihr ein paar kräftige Schubser gibt, damit sie merkt, dass sie auf dem falschen Weg ist. Das versucht er lange Zeit und scheitert an der Sturheit von Vera. So empfinde ich es, denn Vera muss selbst diese Schritte gehen. Niemand kann sie ihr abnehmen. Auch wenn ich auf jemanden Druck ausüben oder ihm die Tür vor der Nase zu mache, damit er lernt auf eigenen Füssen zu stehen, funktioniert das nur, wenn derjenige bereit ist diese Erkenntnis anzunehmen. “Verändere dich und du veränderst die Welt” (ich weiß nicht mehr wer das gesagt hat), aber das ist etwas was Vera in der Geschichte lernt.

red horse in winter runs gallopIch finde Vera in all ihrem Verhalten stark. Sie hätte aufgeben können, aber sie kämpft. Zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie allein auf sich gestellt und jeder der es gewohnt ist in einer liebevollen Umgebung aufzuwachsen, weiß wie hart es ist, ganz allein in die Fremde zu gehen. Es gehört Mut dazu sich dem zu stellen, vor dem man Angst hat. Vor allem in dem Wissen versagt und andere enttäuscht zu haben. Vera ist aber auch am Ende stark in der Erkenntnis, dass sie ihre eigene Schuld trägt und so daraus lernen kann.

Wer aus seinen eigenen Fehlern lernt, vor allem aus denen, für die er sich unglaublich schämt, der ist für mich eine starke Persönlichkeit. Wir müssen uns selbst verzeihen können und das sagt sich oft leichter als es ist.

Habt Ihr die Geschichte gelesen? Wenn ja, wie ist es Euch mit Vera ergangen? Erkennt ihr sie wieder in dem was ich hier geschrieben habe? Erzählt es mir, ich freue mich von Euch darüber zu hören.

100 Rezensionen für Duke–Ein weiter Weg zurück

imageWow, weil ich die letzten zwei Tage krank war, habe ich es voll verpasst, die 100ste Rezension von meinem ersten Roman: “Duke – Ein weiter Weg zurück” – am 04.12.2013. Zwei Rezensionen aus den 100 Stück stammen von einer Freundin und von meiner Cousine. Keine von Beiden hatte ich darum gebeten, denn so gerne ich schnell Rezensionen für mein Buch hätte, weiß ich bei Freunden und Verwandten nie, ob sie es ehrlich meinen oder es machen, weil sie mich gerne haben. Eine ehrliche Bewertung der Leser für ein Buch, ist aber die einzige Möglichkeit für mich einzuschätzen, ob ich meine Zielgruppe erreiche oder nicht.

Von Vorurteilen und Selbstzweifeln

 

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Update für Duke kommt in Kürze

imageEigentlich sollte das Update für die kostenlose Aktion in diesem Monat fertig sein. Derzeit habe ich zu viele Bälle in der Luft, und so vergaß ich den für Duke aufzufangen. Das Update wird viele vorhanden Rechtschreibfehler, aber auch ein Mix der Namen von einem Nebendarsteller korrigieren. Ich hoffe, dass ich diesmal dann die Funktion finde, damit alle die das Buch bisher gekauft haben, das Update kostenlos erhalten. Das ist ja das Schöne bei E-Books.

Der Nebendarsteller ist der Engländer David Livingston, der sich bei dem CHIO in Aachen ebenfalls im Stechen befand. In dem Absatz wird er einmal als Charles Livingston bezeichnet, da er so ursprünglich hieß. Später änderte ich es in David und vergaß es überall auszutauschen. NEIN – mein Lektorat ist nicht Schuld, denn es

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Auf den Spuren der Fehler von Duke

2010-Auge-DurchblickNachdem einige Rezensenten mich erneut darauf aufmerksam gemacht haben, dass sich in meinem Pferderoman Fehler befinden, bin ich den Text erneut durchgegangen. Einige Leser stellten die Frage, wie kann es sein, dass der Text Fehler enthält, wo er doch ein Lektorat erhalten hat. Genauso gab es Autoren, die der Meinung waren, dass ich zu viel für mein Lektorat bezahle und wenn dann noch immer Fehler drin sind, ja wohl etwas nicht stimmt. Letzte Woche bin ich über einen Artikel von einem Lektor oder Lektorin gestolpert – leider konnte ich das an dem Post nicht erkennen – der schrieb, dass er für selbstpublizierende Autoren kein Lektorat mehr macht. (Link zu dem Artikel am Ende)

Lektorat – Korrektorat – Fachlektorat

 

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2012 Anzahl der verkauften E-Books von Duke

imageEigentlich hatte ich ja gehofft, dass ich im Dezember 2012 zum Weihnachten mein zweites Buch bei Amazon veröffentlicht hätte. Aber wer meinen Blog verfolgt weiß, dass das Lektorat länger dauerte als gedacht. Inzwischen liege ich mit Hannas Wahrheit im Endspurt und hoffe, dass ich es Ostern 2013 veröffentlichen kann.

In meinem Blogpost von 2011 Verkaufte E-Books von Duke erzählte ich von meinen ersten Erfahrungen bei dem Verkäufen meines E-Books auf Amazon. Meine Hoffnung für 2012 waren 5.000 Downloads meine realistische Einschätzung 1.000 Downloads. In dem Bild könnt ihr sehen, dass ich insgesamt 2011 1.188 bezahlte Downloads hatte und 4.758 kostenlose aus meinen Werbeaktionen. Damit habe ich zwar meine realistische Einschätzung erreicht, doch meine Hoffnung nicht. Immer wieder recherchiere ich nach Zahlen von anderen selbstpublizierenden Autoren. Was ist realistisch? Was kann ich verdienen? Wie sieht der Markt aus? Nicht viele Autoren

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Bleibe ganz Nahe bei mir mein Pferd

kommzumirPferdSeit sechzehn Jahren besitze ich Pferde und durch die Pferdefachliteratur wühle ich mich seit 30 Jahren, aber ich lerne nie aus. Ganz im Gegenteil, das zweitägige Wochenendseminar der Andrea Kutsch Akademie in Neu Anspach hat mir auf sehr nachfüllbare Weise verdeutlicht, wie sehr ich Pferde in der Kommunikation noch immer aus der menschlichen Brille betrachte. Lange habe ich überlegt, ob ich das Video von meiner ersten interspezifischen Kommunikation veröffentlichen soll, weil ich so viele Fehler dabei mache. Aber bekanntlich lernen wir aus Fehlern und so möchte ich auch anderen Menschen die Gelegenheit dafür geben.

Was ihr seht

 

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