23. August 2016

Schreiben ist Balsam für meine Seele

Mit dem Schreiben kommen die Ideen

Mit dem Schreiben kommen die Ideen

Wenn ich von mir behaupte, dass ich Vollzeit Autorin bin, dann stimmte das nicht exakt. Wie soviele andere berufstätigen Eltern, gibt es da einmal noch die Familie und unsere Tiere, die versorgt werden müssen. Da einige ein gewisses Alter erreicht haben, bedürfen sie besonderer Aufmerksamkeit von mir. Andere sind mit der Zeit selbstständiger geworden, aber wer glaubt, größere Kinder würden weniger Arbeit bedeuten, irrt. Sie verschiebt sich lediglich. Zuletzt gibt es da noch unser IT-Unternehmen, die Rachfahl IT-Solutions GmbH & Co.KG, die ich dieses Jahr nun im 25zigsten Jahr mit meinem Mann führe. Zwar habe ich ein Teil meiner Aufgaben an unsere Mitarbeiter delegiert und meine Arbeitszeit für das Unternehmen reduziert, aber es gibt immer wieder Tage, wo es meine vollständige Aufmerksamkeit fordert.

Jeder Tag, den ich nicht schreibe, knabbert unmerklich an mir. Mit jeder Stunde sinkt meine Laune, die Ausgelichenheit und die Geduld für andere Aufgaben. Schreiben ist Balsam für meine Seele, selbst wenn es nur in meinem Kreativjournal ist, dass ich vor etwa drei Monaten wieder begann zu schreiben. Ich höre viele Podcast, lese Bücher für selbstständige Autoren, Erfolg, Mindsetting und Vertrieb. Dabei kommen mir ganz viele Ideen und diese Ideen müssen auf Papier gebracht werden. Ja Papier, ganz richtig, denn obwohl ich in der IT-Branche arbeite und der Computer mein Lieblingswerkzeug für die Arbeit ist, merke ich, dass ich wieder Notizbücher brauche, die ich ganz klassisch per Hand schreibe. Das ist manchmal auch ziemlich blöde, denn ich kann später weder kategorisieren, noch durchsuchen und dann kann es passieren, dass ich gute Ideen vergesse. Deshalb übertrage ich wichtige Erkenntnisse in mein elektronisches Notizbuch OneNote (ich liebe das Programm, weil es auf meinem ganzen Gerätezoo funktioniert) und Aufgaben in meine Wunderliste.

Seit dem finde ich wieder Schlaf. Schreibe ich nämlich nicht auf, was mich beschäftigt, dann geistert es mir in der Nacht im Kopf herum und ich verarbeite es in obskuren Träumen. Wenn mich die reale Welt mir ihren vielfältigen Herausforderungen, den emotionalen Achterbahnen verzweifeln lässt, dann hilft mir nur noch eines. Das Abtauchen in das Schreiben einer meiner Geschichten. Dann ist es egal, wer oder was noch dringend erledigt werden muss oder um meine Aufmerksamkeit schreit. Ich vergessen meinen Alltag, entfliehe in eine Welt der Fantasie und wenn ich wieder auftauche, schwebe ich in Glücksgefühlen. Mit diesem Hochgefühl, gehe ich jedes Problem voller Elan an. Deshalb kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ich jemals wieder mit dem Schreiben aufhören kann. Die Entstehung einer neuen Geschichte, das Hochladen auf Internetplattformen zum Verkaufen der Romane, um mich dann direkt am nächsten Tag einem neuen Schreibprojekt zu zuwenden, ist ein Leben, wie ich es mir immer erträumte und das jetzt Realität geworden ist.

Träume nicht dein Leben – lebe deinen Traum

Nein, dass ist nicht der Titel des Sachbuchs, welches ich nach Duke 2 schreibe. Aber um genau das Thema wird es darin gehen. Wie kann ich mich als Autorin in Deutschland selbstständig machen? Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen und welche Investitionen sind notwendig. Wie lange dauert es, bis ich davon leben kann? Ich freue mich schon sehr auf das Schreiben des Buches, weil es auch für mich die wichtigsten Erkenntnisse, die ich in den letzten fünf Jahren gewonnen habe, zusammenfasst.

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