Schreiben aus dem Herzen - Kerstin Rachfahl Schriftstellerin

Schreiben aus dem Herzen

WolkenherzFür mich als selbstständige Autorin ist es das größte Privileg, dass ich aus meinem Herzen heraus schreiben kann. Egal was mir gerade durch den Kopf geht. Egal welches Thema mich im Moment total fasziniert, ich kann mich hinsetzen und loslegen. Es gibt kein “Projektplan”, kein “In-Thema” oder sonst irgendwelche Vorgaben, die ich erfüllen müsste. Nur zwei Punkte stehen für mich an oberster Stelle.

  1. Die Qualität des Geschriebenen, wofür meine Lektorin Martina Takacs verantwortlich ist, mit ihrer Kollegin Sarina Stützer.
  2. Du bist davon begeistert und verlierst dich beim Lesen, so wie ich beim Schreiben in der Geschichte.

Ich weiß, dass du es nie einfach mit ihr hast, weil ich so viele Themen spannend finde. Sei es der Gedanke, dass ich in der Lage bin die Elemente zu beeinflussen, mich in den Pferden zu verlieren, als Fotografin Szenen einzufangen, die andere Menschen in Gefahr bringen oder wie aktuell sich Gedanken darüber zu machen, was passiert wenn ich weiß, dass die NSA die Menschen in Deutschland ausspioniert.

Damit mache ich mir es auch schwer als selbstständige Autorin erfolgreich zu sein. Doch ich glaube, dass es viele Menschen gibt, die sich von einer Geschichte einfangen lassen, so wie du. Die spüren, dass alles was ich schreibe, direkt aus meinem Herzen kommt. Es ist authentisch, es ist echt, es ist kein Einheitsbrei und ich bin es. Na, ob das jetzt grammatikalisch korrekt ist?

In jeder Geschichte, steckt ein Stück von mir. Die Gedanken, die Gefühle, die Herausforderungen, die Enttäuschungen, die Hoffnung und das am Ende das Gute irgendwie die Oberhand behält. Mein Glaube, dass in jedem Menschen etwas Gutes steckt, das er entdecken und aus sich selbst hervorholen kann, wenn er es will. Deshalb sind wir Autoren, so wie vermutlich alle Künstler, echte Mimosen. Wir geben unsere Werke an die Öffentlichkeit, träumen davon, dass alle begeistert sind und möchten am liebsten nur schöne Rezensionen lesen, damit wir den Mut behalten, weiterzuschreiben. Dabei sind Geschmäcker verschiedenen und Kritiken durchaus berechtigt.

Ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, selbstständige Autorin zu sein. Es gibt mir die Freiheit, die ich so liebe und die Kontrolle über meine Werke. Ich stehe mit meinen Fans persönlich in Kontakt, na ja, eher über Facebook und da muss ich Dir noch gleich eine lustige, kleine Anekdote erzählen aus meinem Leben erzählen.

Im Juni waren mein Mann und ich unten in Wien bei Microsoft. Er hielt dort ein Vortrag, ich nutzte die Chance mich mit meinen MVP-Kollegen Martina und Toni auszutauschen. Beim Grillen stand ich neben meinem Mann und seiner Fangemeinde und wir unterhielten uns über Virtualisierung. Da sagte auf einmal einer in der Runde:

“Ich bin ein totaler Fan von deinen Büchern.”

Ich stutzte. “Du meinst unseren Podcast oder unseren Blog?”

“Nein, ich meine deinen Romane, die du schreibst.”

Fast verschluckte ich mich, an meinem Hugo. Ich wurde Puterrot, stotterte, dass ist aber toll und verschwand auf Toilette.

Lieber Peter, ich verspreche dir, ich werde dir dazu nochmal in diesem Jahr schreiben. Irgendwann finde ich hoffentlich den Mut, genauso selbstbewusst mit meiner Rolle als Autorin umzugehen, wie ich es in meiner Rolle als MVPlerin im IT-Umfeld schaffe. Aber um ehrlich zu sein, ich bin ein total schüchterner Mensch.