Schauspielerin

Winter 2001Es war mein Sohn, der als erster unserer Familie auf der Freilichtbühne Hallenberg mitspielte, bei dem Stück “Die Schöne und das Biest” — Spielsaison 2008. Danach fasste auch ich den Mut und stellte mich auf die Bretter der Welt. Ich weiß gar nicht, wie viele schöne Momente ich seither auf unserer Bühne erlebte.

Wie oft standen mir am Ende einer Aufführung die Tränen in den Augen, weil ich von der Atmosphäre, dem Schlussapplaus und der Freude in den Gesichtern der Zuschauer so überwältigt war. Jedes Stück hat seine eigene Herausforderung und jeder, egal wie winzig klein die Rolle erscheint, trägt zum Erfolg des Stückes bei. Das ist echte Teamarbeit.

 


Meine bisher größte Rolle, die mir auch unglaublich viel Spaß gemacht hat, war die der bösen Stiefmutter von Schneewittchen. Da konnte ich mich mal so richtig austoben. Das bisher Schwierigste was ich spielen musste, war ein toter Soldat in Lés Miserables — versucht mal eine halbe Stunde tot auf der Bühne zu liegen, davon ca. fünf bis zehn Minuten mit offenen Augen in das Publikum starrend. Wohlgemerkt es ist eine Freilichtbühne. Die Zuschauer sitzen unter dem Dach, während wir den Naturelementen ausgesetzt sind. Ehrlich, das ist sau schwer.

Ich liebe es in verschiedene Rollen zu schlüpfen, die Kostüme anzuziehen, ein anderer Mensch oder gar ein Tier zu werden. Die Figur wird für zwei Stunden lebendig. Du bewegst dich anders, sprichst anders, bekommst eine andere Haltung. Mir hat es bei dem Schreiben meiner Bücher sehr geholfen, selbst als “Laien”-Schauspielerin auf der Bühne zu stehen.