Eine Straße in New Orleans mit Autos

New Orleans stand ganz weit oben meiner Liste von Städten die ich mal sehen wollte. Der Geburtsort des Jazz und die Lebensart bekannt als 'the big easy'. Eigentlich mag ich keine Städte. Ich bin ein Naturliebhaber und erst im Grünen oder im Wasser, fange ich an mich zu entspannen. Städte hingegen sind für mich Orte des komplexen, menschlichen Lebens in einer Dichte, die mir so viele Eindrücke vermittelt, dass ich irgendwann total ausgelaugt bin. New Orleans ist, neben Berlin, die erste Stadt, die mich nicht erschöpft hat. Im Gegenteil ich kam zur Ruhe. Das klingt verrückt, denn wer am Abend es wagt durch das French Quarter zu gehen, weiß dass es vor Parties und Musik nur so bebt. Ja im Grunde genommen, kann man das sogar schon ab elf Uhr morgens beobachten. Einschließlich von Betrunkenen. Insofern ist es ein absoluter Widerspruch zu dem, was ich mag.

New Orleans ist eine Stadt der Gegensätze und durch das bunte Potpourri an Menschen, denen ich begegnete geradezu eine Ursuppe für Geschichten für mich. In meinem Newsletter erzähle ich ein paar von meinen persönlichen Erlebnissen: Verliebt in New Orleans, Mit dem Flatboot durch den Bayou, Die Wunderwaffen gegen Falten, Silberne Haare gibt es nicht in der USA, Meine Liebeserklärung an Fotografen, Die Girls vom Frenchmarket, Als Deutsche im Word War II Museum, Jodee und ich dreißig Jahre später, Leben als Frau in den Südstaaten und Breakdance mit Profis.

Ich denke die Stadt wirkt nicht auf jeden in der gleichen Weise. Ich bin stundenlang durch die Straßen gewandert, habe mir die winzige Läden angeschaut, wo ich das Gefühl bekam, dass sich jeder einen kleinen Traum damit erfüllte. Ich aß mich durch die Stadt-typischen-Gerichte, besuchte Museen machte eine Dampferfahrt und bekam eine paar geschichtliche Background Informationen, die New Orleans so einzigartig machen. Ich sah die Armut und den Reichtum. Ich hörte den Musikern zu und ließ mich einfach mal treiben. Es gab Straßenzüge, da kam ich mir vor, wie in einem dritte Welt Land. Tatsächlich spendete ich Geld für ein Projekt, darüber erzähle ich in der Anekdote 'Leben als Frau in den Südstaaten'. Ich weiß nicht, ob ich nochmal nach New Orleans fahren würde. Doch ich bin froh, dass ich es gemacht haben und ich kann mir gut vorstellen, dass die Stadt mit ihrem Flair irgendwann in einer meiner Geschichten auftauchen wird.

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