Meine eBooks auf Tolino

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Der zweite Versuch auf Tolino Fuß zu fassen

Mein erster Versuch auf der Tolino Plattform endete in einer kleinen Katastrophe. Nur wenige kauften meine Bücher, ich bekam keine Rezensionen und gleichzeitig stürzten meine Umsätze bei Amazon nach unten. Warum? Weil ich meine Exklusivität auf der Amazon Plattform aufgeben muss, so auch diesmal. Das bedeutet, dass ich meine E-Books nicht mehr zum Verleihen anbieten kann und auch auf andere Marketing Maßnahmen verzichte, die Amazon im Hintergrund, ohne Garantien oder einen rechtlichen Anspruch, für seine exklusiven Autoren durchführt. Beispiel. Jeden Monat wählt Amazon Bücher für ihre Kindle-Deals oder Amazon Prime aus. Dafür gibt es einen pauschalen Betrag und das Buch kann, im Fall von Amazon Prime, auch weiterhin zum normalen Preis verkauft werden. Natürlich weiß ich nie, ob ich ein solches Angebot von Amazon erhalte, doch durch solche Aktionen wurden schon viele Leser/innen auf mich aufmerksam. Das alles entfällt mit meiner Entscheidung meine Bücher jetzt auch für die Tolino Allianz zur Verfügung zu stellen.

Wer steckt hinter der Tolino Allianz?

Tolino ist eine Kooperation von den deutschen Verlagen, die eine eigene Plattformen aufgebaut haben. Die Technik lieferte früher die Telekom, die dann jedoch vor einigen Jahren diesen Part an Rakuten, besser bekannt unter ihre Online Plattform Kobo, verkauft haben. Anfangs fand ich es für selbstpublizierende Autorinnen sehr schwer auf der Tolino Plattform Fuß zu fassen. Klar, gibst du den Namen „Kerstin Rachfahl“ ein, findest du meine Bücher. Doch wer sollte das machen? Aktionen waren nicht möglich und auch sonst gibt es keine Marketingmaßnahmen, die das Buch sichtbar gemacht hätten. Die Banner in den Buchshops werden von den Verlagen gebucht und ich denke, so ist es auch mit den Angeboten. Ob das noch immer so ist, werde ich jetzt heraus finden müssen. Immerhin gibt es jetzt die Möglichkeit einen Aktionszeitraum für eine Preisreduzierung anzubieten. Die jedoch dann wegen der Buchpreisbindung auf allen Plattformen durchgeführt werden muss.

Alles nur um die Selfpublisher herauszuhalten?

Es gibt so wunderschöne Verschwörungstheorien, bei denen die Verlage und Buchhandlungen sich gegen die Selfpublisher zusammenschließen, um ihren Markt zu schützen. Als Betriebswirtin, die ein Zeit als Controllerin in einem Verlag gearbeitet hat, sehe ich das anders. Jeder versucht mit seinen Büchern Geld zu verdienen. Egal ob Verlag, Buchhandlung oder Autorin, denn nur von Luft, Liebe und Begeisterung können wir nicht leben.

Amazon ist es egal, welches Buch sie verkaufen. Hauptsache der Kunden ist glücklich. Elektronische Bücher sind ein geniales Produkt, denn die Lagerungs- und Auslieferungskosten sind minimal. Hinzukommt, dass die Kosten für Speicher und Internet ständig sinken. Amazon ist nun ein ziemlich gewieftes Unternehmen. Die Technologie, die sie selbst brauchen, verkaufen sie auch als Service an andere Unternehmen unter der Tochterfirma AWS (Amazon Web Services). Aktuell das Cloud Unternehmen mit den meisten Marktanteilen vor Microsoft, Google, Alibaba und IBM. Ein weiteres Tochterunternehmen Amazon Publishing nahm erfolgreiche Selfpublisher unter Vertrag und konnte die Marktdaten von Amazon nutzen, um so mit ihren Büchern, auf die ersten Plätze zu kommen. Was nicht bedeutet, dass jedes Buch, dass sie verlegen ein Bestseller wäre oder unter den Top 100 landet. Denn am Ende sind es immer die Leserinnen, die entscheiden, welches Buch sie begeistert und sie weiterempfehlen.

Bist du eine Kundin auf einer anderen Buchverkaufsplattformen, als Amazon? Dann würde ich mich riesig freuen, wenn du dort eine Meinung zu meinen Büchern hinterlässt.

Es ist soweit, ab März 2020 beginnend erscheinen meine eBooks nach und nach auf der Tolino Plattform. Du kannst also in Zukunft meine Bücher dort kaufen, wo du es am liebsten möchtest. Das bedeutet gleichzeitig für mich, dass ich auf meine Einnahmen aus Kindle Unlimited, die bisher 50% meiner Umsätze darstellt verzichte. Wieso? Amazon verlangt von mir als Autorin, dass ich exklusiv meine Ebooks auf Amazon anbiete, um in Kindle unlimited zu kommen. Ihr Ziel ist es ihren Kund:innen exklusive Bücher für den Kindle anzubieten, die sie nur auf diesem Gerät lesen können. Dafür stellt das Unternehmen einen Topf bereit, mit denen es zum einen die Autor:innen nach den gelesenen Seiten vergütet, andererseits für die Spitzentitel und Autor:innen Bonis auszahlt. Klar, man möchte die „Bestseller“ -Autor:innen fest an sich binden.

Ich als Autor:innen hingegen möchte gerne unabhängig von der Verkaufsplattform werden. Genauso möchte ich, dass du für dich entscheiden kannst, wo du meine Bücher kaufst oder dir ausleihst.

Welche Shops gehören zur Tolino Allianz?

Mehrer führende deutsche Buchhandlungen und das Barsortiment (Zwischenbuchhandlung) Libri, schlossen sich zusammen und gründeten die Tolino Marke. Ziel war es ein eigene Online Verkaufsplattform für Ebooks zu gründen, um von Amazon unabhängig zu sein. Das Angebot konzentrierte sich auf die Ebooks der Verlage. Erst im Jahr 2015 kam ein Portal hinzu, um es Selfpublishern zu ermöglichen ihre Ebooks auf die Plattform hochzuladen. Damit bietet Deutschland eine Alternative zu Amazon, denn der Marktanteil liegt bei aktuell 44%. Hier eine Liste der aktuellen Online Shops, wo du Bücher für deinen Tolino kaufen kannst:

Daneben kannst du dir die Bücher über die digitalen Bibliotheken skoobe.de oder über Onleihe.net ausleihen. Damit du letzteres nutzen kannst, musst du Mitglied einer öffentlichen Bücherei sein, die die Onleihe für ihre Mitglieder aktiviert hat. Manche kleineren Büchereien, ist das Thema noch zu neu oder sie fühlen sich nicht kompetent genug dafür, den Zugang und die Webseite zu betreuen.

 

 

Der zweite Versuch auf Tolino Fuß zu fassen

Mein erster Versuch auf der Tolino Plattform endete in einer kleinen Katastrophe. Nur wenige kauften meine Bücher, ich bekam keine Rezensionen und gleichzeitig stürzten meine Umsätze bei Amazon nach unten. Warum?

Abonnenten von Kindle Unlimited lesen das, was die Plattform zu bieten hat. Es gibt genügend Alternativen und nur echte Fans sind bereit, die Ebooks für 2,99 – 4,99 Euro zu kaufen, um sie auf ihren Kindle zu lesen. Das bedeutet, meine EBooks verlieren an Sichtbarkeit, da sie im Ranking nach unten rutschen. Jetzt fängt ein Kreislauf an, denn im Hintergrund laufen Marketingmaßnahmen von Amazon auf die wir als Autor:innen keinen Einfluß haben. Sie werden nicht zwingend von einem Menschen durchgeführt, sondern können auch durch einen Algorithmus ausgelöst werden. Beispiel, jemand der mehrer meiner Bücher gelesen hat, wird über einen Newsletter informiert, dass ein neues Buch von mir erschienen ist. Das passiert weiterhin, aber vielleicht wird differenziert zwischen denen, die die Bücher kaufen und denen, die die Bücher leihen.

WICHTIG: Das ist reine Spekulation von mir.

Es gibt jedoch auch Marketing Maßnahmen, die Amazon dir anbietet in Progammen, die nur für die Autor:innen zur Verfügung stehen, die exklusiv für Kindle ihre Bücher anbieten. Das sind die Kindle-Deals oder die Deals für Amazon Prime. Für diese Deals bekommt die Autor:in eine pauschale Vergütung. Bei den Kindle Deals gibt es für den Zeitraum kein Geld für die gelesenen Seiten, während man bei den Amazon Prime Deals, die Bücher weiterhin für den normalen Preis verkaufen kann.

Mit meinem Schritt meine Bücher auch auf dem Tolino anzubieten, verzichte ich auf diese Möglichkeiten und damit auf eine Chance die Sichtbarkeit meiner Bücher zu erhöhen.

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