Mein Jahr 2014 - Kerstin Rachfahl Romantik und mehr ...

Mein Jahr 2014

Fotolia_55544658_XSDanke – an all meine LeserInnen, die mich dieses Jahr, so treu begleitet haben. Eure Rezensionen, E-Mails, Kommentare und Facebook-Likes, motivieren mich meinen Weg als Autorin auch im Jahr 2015 fortzusetzen. Jedes Jahr nutze ich die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr, um mir darüber klar zu werden, welche Ziele ich mir, für das kommende Jahr stecke. Im Laufe des Jahres halte ich immer wieder Inne. Ich prüfe, ob meine Ziele weiterhin realistisch sind, ich sie korrigieren möchte oder ob sie aufgrund von veränderten Umständen, überhaupt noch für mich von Bedeutung sind.

Um ehrlich zu sein, habe ich mir den Weg als selbstpublizierende Autorin leichter vorgestellt. Im stillen Kämmerlein zu sitzen, sich in seiner Fantasiewelt zu verlieren und alles niederzuschreiben, machte mir unglaublich viel Freude. Schwieriger ist der Überarbeitungsprozess. Weil ich Perfektionistin bin, möchte ich natürlich auch keine Kompromisse bei der Veröffentlichung meiner Geschichten eingehen. Dennoch ist es auch mit einer Lektorin und einer Korrektorin so, dass Fehler bleiben, die ich zum Glück bei einem E-Book korrigieren kann. So wird es Anfang des Jahren noch ein Update von Theona geben. Aber am schwersten fällt es mir, die Geschichten hochzuladen, sie loszulassen auf die LeserInnen und zu wissen, dass es Menschen gibt, die ich damit begeistern kann, genauso wie es welche gibt, die sie kritisieren oder sogar enttäuscht sind. Kritik nehme ich mir sehr zu Herzen. Manchmal möchte ich darauf antworten und erklären, warum die Geschichte so ist, wie sie ist. Warum die Protagonistin so handelt und nicht anders. Das Dynamik für mich im zwischenmenschlichen Bereich viel wichtiger ist, als die Dynamik in Form von Action. Doch ich erkenne, dass in jeder Kritik eine Wahrheit steckt. Jemand macht sich Gedanken über die Geschichte und das ist für mich sehr wertvoll.

Was sind meine schriftstellerischen Ziele für 2015?

Ich habe mehr als die Hälfte meines neuen Gegenwartromans, um die Protagonistin Tamara, fertig geschrieben. Dieser Roman wird im Laufe des Jahres 2015 veröffentlicht. Bei meinem nächsten Projekt bin ich noch unsicher. Es gibt drei Geschichten, die mir im Kopf herumspuken. Eigentlich war es bis Ende November klar, was ich als nächstes schreibe, doch dann ist in meinem Leben etwas passiert und je länger ich darüber nachdenke, je mehr formt sich der Gedanke zu einer anderen Geschichte, mit einer Protagonistin, die ihr alle schon kennt. Ob ich so schnell mit dem Schreiben sein kann, dass ich diesen Roman ebenfalls im Jahr 2015 veröffentliche, hängt von anderen Bedingungen ab. Vorgenommen habe ich es mir. Wie immer bekommt ihr alles mit, wenn ihr regelmäßig auf meinem Blog vorbeischaut.

Mehr LeserInnen in 2015

Neben dem Schreiben von neuen Büchern, möchte ich eine größere Leserschaft erreichen. Wie ich mehr Menschen mit meinen Geschichten erreichen kann, daran arbeite ich noch. Gespannt bin ich auf meine erste Lesung, die ja am 05.02.2015 um 19:30 Uhr in Siedlinghausen, einem Dorf im Sauerland, im Kolpinghaus stattfindet, wo ich einige Zeit meines Lebens verbracht habe. Es ist das erste Mal, dass ich live mit LeserInnen in Kontakt stehen werde. Ob dabei auch neue LeserInnen herauskommen, weiß ich nicht. Erst einmal bin ich froh, dass mich meine Familie und Freunde unterstützen werden, so dass ich an dem Abend nicht alleine da stehe. Jede Erfahrung ist für mich wichtig. Manchmal gehört dazu eine Portion Mut.

Unabhängigkeit bewahren

Das Schöne eine selbstpublizierende Autorin zu sein ist, dass ich über Dinge schreiben kann, die mich bewegen und beschäftigen. Es gibt kein Genre, dass ich bedienen, keine Grenzen die ich einhalte muss. Diese Freiheit kommt mir sehr entgegen und die werde ich mir auch im neuen Jahr bewahren.

Gespannt bin ich darauf, wie sich der Markt für eBooks weiterentwickeln wird. Mein Ausflug in die gedruckt Buchwelt ist beendet und ich bleibe bei meinen digitalen Ausgaben.

Ein Interview

Zwischen den Jahren, rief mich Isabell Hülsen an, Journalistin bei Spiegel-Online. Sie war über meinen Blogpost “Was ist ein Kindle unlimited All-Star?” gestolpert und schreibt dazu einen Bericht. Der Schwerpunkt ist die Auflehnung, vor allem der amerikanischen selbstpublizierenden AutorInnen, gegen Amazon, da Kindle unlimited negative Auswirkung auf ihre Margen hatte. Wer von den selbstpublizierenden AutorInnen, dazu noch gerne eine Meinung abgeben möchte, kann sich bei mir melden. Ich stelle gerne den Kontakt her und Frau Hülsen freut sich über jeden Erfahrung die ihr hilft ein umfassendes Bild zu dem Thema in Deutschland zu erhalten.

Mein Verhältnis zu Amazon

Für mich ist Amazon, die einzige Plattform, die es mir ermöglicht, meine Geschichten zu veröffentlichen und mir einen Namen als Autorin, unter meinen Bedingungen, zu machen. Dazu zählt vor allem meine dichterischen Freiheit, wann eine Geschichte fertig ist und wann ich diese zu welchem Preis veröffentliche. Ich trage die unternehmerische Verantwortung für die Qualität meiner Arbeit, das Marketing und meine Marge. Das Risiko besteht in meiner Zeit, die ich brauche um die Geschichte zu schreiben und das Geld was ich in die Hand nehme für Lektorat, Korrektorat, Cover sowie alle anderen flankierenden Maßnahmen. Für die Veröffentlichung muss ich nichts zahlen und gebe auch keine Urheberrechte ab. Alles bleibt in meiner Hand.

Alle anderen Plattformen auf dem deutschen Markt, soweit ich sie kenne, sind an die Verlage gebunden. Autorinnen, die ihre Karriere selbstbestimmt in die Hand nehmen, passen nicht in ihr Konzept. Die Marktstrategien von Amazon sind für mich unternehmerisch nachvollziehbar. Ich empfinde das Unternehmen als innovativ und es bietet mir die Möglichkeit meine eigenen unternehmerischen Ziele, als Autorin, durch verschiedene Strategien zu erreichen. Das sich die Margen verändern werden, hängt mit dem Markt insgesamt zusammen. Da sind die 16% Gewinneinbußen, weil ich in Zukunft meine Bücher zu dem Steuersatz eines Landes versteuern muss, in dem die E-Books gelesen werden. Das ist bei mir Deutschland und so zahle ich demnächst anstatt 3% Umsatzsteuer in Luxemburg, 19 % Umsatzsteuer in Deutschland.

Digitale LeserInnen wünschen sich Flatrates für Bücher, so wie sie es von der Musik oder Hörbüchern schon seit langer Zeit gewohnt sind. Angefangen hat das alles mit den Smartphones, wo es auch Flatrates für das Telefonieren, SMS oder Surfen im Internet gibt.

Das Angebot an Büchern wächst, weil immer mehr AutorInnen den Weg der Selbstpublikation wählen. Gleichzeitig entstehen von den Verlagen neue digitale Tochterunternehmen, die in diesen Markt vordringen und Produkte zu Konditionen anbieten, wie es die selbstpublizierenden AutorInnen machen. Qualität ist dabei keine Garantie. Es ist ein Spiegel dessen, worauf wir überall im kreativen Bereich stoßen. Manches ist Schrott, manches ist unterhaltsam, manches sogar außergewöhnlich, so dass es das Leben der LeserInnen berührt. Am Ende ist es genauso auch Ansichtssache. Dem einen gefällt eine Geschichte, dem anderen eben nicht.

Objektiv oder Subjektiv?

Ich bin neugierig, was Isabell Hülsen aus meinen offenen Worten, sowie den Zahlen meiner Bücher macht. Angefangen von 2011 bis 2014. Wird es ein objektiver Artikel über die Veränderungen am Buchmarkt und seine Auswirkungen? Oder wird es ein subjektiver Bericht über die Machenschaften von Amazon, die den deutschen Buchmarkt zerstören wollen? Ein wenig erinnert mich die Hetzjagd in der Presse (Achtung sie alle sind ja oft auf die ein oder andere Art mit einem Verlag verbunden), an die Geschichte “E-Mail für mich”. Veränderungen gehören im Leben dazu, dass gilt auch für die Buchbranche und uns AutorenInnen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2015 mit vielen spannenden, unterhaltsamen, traurigen, lustigen, nachdenklichen und herzzerreißenden Geschichten, egal ob als Buch, Hörbuch oder eBook. Gute Unterhaltung.

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