19. Oktober 2017
Mann im Anzug mit einer Waffe: Oliver Lindner

​Kriminalkommissar Oliver Lindner arbeitet beim BKA, in der Abteilung SG (Sicherungsgruppe) und dort beim Referat SG E 1 - Schutzaufgaben Bundespräsident und Bundespräsidenten a.D. Er leitet die Gruppe, die für den Schutz der Bundespräsidentin verantwortlich ist. Als ich dem BKA meinen Fragenkatalog zu dem Job schickte, konnten sie mir nur einige wenige beantworten, weil die meisten die Taktik und Strategie betrafen, was mir in dem Moment gar nicht bewusst war. Dafür bekam ich eine ganze Linkliste mit öffentlich zugänglichen Informationen. Manches, was ich davon auf Youtube fand, war schon irgendwie dubios. Am Ende habe ich einfach meine Phantasie spielen lassen, was bedeutet, dass jeder Fehler allein auf meine Kappe geht.

Aus dem ICE

Eine lustige Ankedote muss ich dir noch erzählen, bevor ich zu Oliver komme. Ich war vor kurzem, vor der Bundestagswahl, in Berlin. Der ICE auf der Rückfahrt war leider falsch zusammengestellt worden, so dass es Probleme mit den reservierten Plätzen gab. Neben mir setzte sich eine junge Frau, die sich mit einem jungen Mann unterhielt, während ich fleißig die Fragen auf Lovleybooks zu meinen Büchern beantwortete. Als es dann um Wahlprognose ging, klinkte ich mich in das Gespräch ein und es wurde total interessant. Irgendwann unterhielten wir uns nicht nur über Politik, sondern auch über unsere Jobs und ich erzählte von meinem neusten Buch. Als ich grob den Plot erzählte, lachte der junge Mann und meinte, das wäre ja typisch. Ja, antwortete ich, aber die Charaktere sind es nicht. Er hat natürlich Recht, dass es schon fast ein Standardplot ist, dass sich Schutzperson und Bodyguard aufeinander einlassen und natürlich spielt das auch eine Rolle in dem Roman, nur dass es anders ist, als du es vielleicht jetzt im ersten Moment denkst​.

Oliver

Kommen wir nun zu dem Charakter von Oliver. Er war Personenschützer von Sarah, als sie Bundesverteidigungsminsterin war und hat ihr dort einmal das Leben gerettet. Das spielt insofern nur eine Rolle, als das Sarah, trotz all ihrem Unmut in Bezug auf Personenschutz ihm absolut vertraut. Zu dieser Zeit gab es auch eine kritische Phase in ihrer Ehe mit Dirk. Auch hier zeichnete sich Oliver durch Diskretion und dem Schutz ihrer Privatssphäre aus. Weil alle beim BKA aus der vergangenen Erfahrung wissen, das Sarah ein Mensch ist, der beim Personenschutz eine gewisse Herausforderung darstellt, denken sie, dass es ihr leichter fällt sich mit Menschen zu arrangieren, die ihr​ bereits vertraut sind​​. Oliver liebt Sarah. Ein Grund weshalb er sie so sehr liebt ist, dass sie ein großes Herz besitzt, bereit ist zu vergeben und treu zu ihren Werten steht. Er weiß, dass sie verheiratet ist und dass sie niemals ihren Mann verlassen wird. Dennoch ist sie seine Traumfrau und der Grund, weshalb er nicht in der Lage war sie zu vergessen oder eine langfristige Beziehung mit einer anderen Frau einzugehen.

Oliver ist froh, dass er als Sicherheitschef, zwar die Planung mit Sarah durchgehen muss, aber ansonsten auf Distanz bleiben kann. Er ist unglaublich penibel und vorausschauend, in seiner Arbeit, was seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen oftmals zur Weißglut bringt. Er versucht die Risiken für Sarah so klein wie möglich zu halten. Aus diesem Grund, kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen den Beiden, weil sie unterschiedlicher Auffassung sind, was ein Risiko für Sarah darstellt und was nicht. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht die Dialoge zwischen den Beiden zu schreiben. Dabei kommt auch immer wieder Olivers Verzweiflung durch, weil sie ihn oft geschickt ausmanöveriert. Oliver ist ein sensibler Mann, der seine Sarah besser kennt, als sie sich selbst. Für ihn bedeutet es, dass er weder von ihr erwartet, dass sie seine Gefühle erwidert, noch sie vor die Wahl stellen würde, sich zwischen ihrem Mann und ihm zu entscheiden.

Ein kleiner Auszug aus dem Rohentwurf ein Gespräch zwischen Oliver und Sarah​:

»Können wir nicht in unserem Haus bleiben?«, wandte sie ein. Er hatte nichts anderes von ihr erwartet, deshalb war er auch vorbereitet.
»Selbstverständlich können Sie in ihrem Haus bleiben.«
Sie grinste freudig, bis sie in seinen Augen, ein kurzes Aufleuchten bemerkte.
»Die Türen werden ausgetauscht, genauso wie die Fenster. Wir installieren ein Videoüberwachungssystem und holen uns die Genehmigungen der Nachbarn ein da, wir auch ein Teil ihrer Grundstück erfassen müssen. Der Bereich vor ihrem Haus, werden wir für die restlichen Anwohner sperren, weil wir auch Platz für die Einsatzfahrzeuge benötigen. Meinst du Nicolas, dass sporadische Polizeikontrolle reichen? Nein wohl bessern nicht, wir sollten generell eine Zugangskontrolle mit einer Schranke installieren.«
Sie hob die Hand. Er hob fragend die Augenbrauen »Okay, okay, ich habe es verstanden. Entweder ich ziehe in die Villa oder ich verwandle das Leben meiner Nachbarn in eine Hölle mit dem Effekt, dass sie in kürzester Zeit einen Antrag stellen werde, um uns loszuwerden.«
»Wie gesagt die Entscheidung liegt bei Ihnen. Wir würden es selbstverständlich überaus schätzen, wenn Sie unsere Arbeit, soweit wie möglich unterstützen, indem Sie umziehen. Die Villa ist dafür vorbereitet seinen Bewohnern den größtmöglichen Schutz zu bieten.«
»Das war ein rhetorischer Trick. Sie wussten genau, dass ich niemanden Umstände bereiten möchte. Weder Ihnen noch meinen Nachbarn.«
Er hütete sich, darauf zu antworten. Sie war selbst viel zu gut mit Worten und Formulierungen.

»Können wir nicht in unserem Haus bleiben?«, wandte sie ein. Er hatte nichts anderes von ihr erwartet, deshalb war er auch vorbereitet.
»Selbstverständlich können Sie in ihrem Haus bleiben.«
Sie grinste freudig, bis sie in seinen Augen, ein kurzes Aufleuchten bemerkte.
»Die Tür werden ausgetauscht, genauso wie die Fenster. Wir installieren ein Videoüberwachungssystem und holen uns die Genehmigungen der Nachbarn ein da, wir auch ein Teil ihrer Grundstück erfassen müssen. Der Bereich vor ihrem Haus, werden wir für die restlichen Anwohner sperren, weil wir auch Platz für die Einsatzfahrzeuge benötigen. Meinst du Nicolas, dass sporadische Polizeikontrolle reichen? Nein wohl bessern nicht, wir sollten generell eine Zugangskontrolle mit einer Schranke installieren.«
Sie hob die Hand. Er hob fragend die Augenbrauen »Okay, okay, ich habe es verstanden. Entweder ich ziehe in die Villa oder ich verwandle das Leben meiner Nachbarn in eine Hölle mit dem Effekt, dass sie in kürzester Zeit einen Antrag stellen werde, um uns loszuwerden.«
»Wie gesagt die Entscheidung liegt bei Ihnen. Wir würden es selbstverständlich überaus schätzen, wenn Sie unsere Arbeit, soweit wie möglich unterstützen, indem Sie umziehen. Die Villa ist dafür vorbereitet seinen Bewohnern den größtmöglichen Schutz zu bieten.«
»Das war ein rhetorischer Trick. Sie wussten genau, dass ich niemanden Umstände bereiten möchte. Weder Ihnen noch meinen Nachbarn.«
Er hütete sich, darauf zu antworten. Sie war selbst viel zu gut mit Worten und Formulierungen.

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