30. Januar 2017

In jedem Morgen liegt der Zauber des Neubeginns

Ein Baumstamm der in Flammen steht und in der Mitte ist ein Wald zu sehen

...,in jeder Nacht liegt die Macht des Endes.

Band 4 von der Romantasy Tetralogie Licht und Dunkelheit: Hüterinnen der Elemente, geht nach 9 Monaten des Schreibens und der Überarbeitung in das Lektorat. Die letzte Station mit vielen Schritten, die es durchlaufen muss, bevor es in deine Hände zum Lesen kommt. Eingeplant sind vorerst 180 Tage für das Lektorat und Korrektorat, geplante Veröffentlichung wäre dann Ende Juli 2017.

Für mich verursachte das Schreiben der Geschichte, aber noch viel mehr die Überarbeitung ein Wechselbad der Gefühle. Vor allem die letzten 100 Seiten, aus denen auch der Titel für den Blogpost stammten, hielten einige Tränen für mich bereit. Einfach, weil es schön war.

Abschied von der Tetralogie Licht und Dunkelheit

Es ist das letzte Buch aus meiner Romantasy Tetralogie Licht und Dunkelheit, bei der es vor allem um die Töchter der Elemente geht. Als ich den ersten Band Levarda schrieb, war mir noch nicht bewußt, dass daraus eines Tages eine Reihe wird. Es macht mir unglaublich viel Spaß, zwischen den Recherche intensiven Gegenwartsromanen einen Fantasy Roman zu schreiben. Die Kreation einer eigenen Welt, die ich stark an das historische Mittelalter anlehnte, damit ich mir die Strukturen vereinfachte, war ein spannendes Abenteuer. Als ich dann ein zweites Fantasy Buch schreiben wollte, dachte ich, wieso die ganze Arbeit der Erfindung einer neuen Welt nochmal von vorne starten? Außerdem waren mir die zwei Hauptcharaktere aus dem ersten Band an das Herz gewachsen und ich wollte sie irgendwie dabei haben. Und so kam der zweite Band Theona zustande. Beim Schreiben bekam ich die Idee für einen Plot, der die Töchter der Elemente am Ende vor einer gemeinsamen Herausforderung stellte. Weil ich eigentlich kein Fan von Reihen bin und schon gar nicht, wenn sich diese endlos lang fortsetzen, begrenzte ich die Idee auf maximal vier Bücher.

Am Ende entsteht der Epos Licht und Dunkelheit

Diese "künstliche" Limitierung war es, die mich am Ende die Kraft kostete. Es gab soviele Geschichten, soviele Ideen, soviele Liebesbeziehungen, die ich gestalten wollte, dass der vierte Band damit vollgepackt ist. Jedes Buch wurde länger, als geplant. Fand ich bereits Levarda mit über 150.000 Wörten für mich als selbstpublizierende Autorin zu lang, kam bei jedem Band eine weitere Steigerung dazu. Band 4 hat derzeit über 215.000 Wörter. Das wären für mich im normal Fall etwa 3,5 Bücher. Da ich ja die Kosten für das Lektorat und Korrektorat erstmal wieder einspielen muss und für mich ein Preis von mehr als 4,99 Euro unrealistisch ist, muss ich natürlich viel mehr Bücher von Band 4 verkaufen, als es bei den "Kürzeren" der Fall ist, bevor ich irgendwann die Kosten wieder eingespielt habe. Doch wenn ich ein Versprechen gebe, dann halte ich mich in der Regel daran und so wird es nur EIN Band 4 geben und keine zwei oder gar drei Teile davon.

Anfangen ohne ein Ende im Kopf

Da ja die Reihe in dieser Länge nie geplant war und ich Schwierigkeit haben ein abstrakt der Handlung im Vorfeld anzulegen, kam ich im letzten Band ins Schleudern. Wie sollte ich bei all der Komplexität der vorangegangenen Ereignise, die Geschichte beim Schreiben entwickeln? Theona war noch leicht, weil parallele Handlungen und Ereignisse, da noch nicht zum Tragen kamen. In Vivien sah das bereits ganz anders aus. Ich wusste, dass erst der letzte Band alles zu einem Abschluß bringt. Ursprünglich wollte ich die Töchter alle in ein Land von Alurin bringen, wo sie gemeinsam gegen die Dunkelheit kämpfen, aber es passte einfach nicht zu der Geschichte und den Charakteren. Die Konsequenz, sie müssen sich erst allein oder in Gruppen der Herausforderung stellen, bis sie verstehen, was iher eigentlich Aufgabe ist. Jeder hat zu jedem Zeitpunkt andere Informationen oder sie kommen zu gleichen Erkenntnissen. Deshalb durfte natürlich auch kein Spoiler entstehen und ich musste den Überblick bewahren, wer was wann weiß und wie die Reihenfolge der Kapitel aussehen muss. Die Charaktere sind unterschiedlich, deshalb müssen sie auch unterschiedlich reagieren und vorgehen. Fünf weibliche Hauptfiguren, fünf männliche, mehr als zehn Nebenfiguren, die die Handlung vorantreiben plus die Antagonisten (keine Zahl, dass wäre ein Spoiler). Es gab Tage, da war ich so verzweifelt, dass ich den ganzen Bettel hinwerfen wollte. Ich pushte mich bis ans Limit, ließ mich am Ende von meiner Kreativität führen, weil ich das Gefühl hatte, ich schaffe das sowieso nicht mehr. Tja und jetzt ist die Geschichte unter Dach und Fach. Kaum zu glauben.

Zwischen Verzweiflung und Euphorie

Bei dem Überarbeiten der Geschichte kam es mir oft wie ein Wunder vor, wenn ich feststellte, dass alles am Ende einen Sinn ergibt. Einen Sinn, der mich persönlich tief berührte. Auch die Überarbeitung hat mich oft in Verzweiflung gestürzt, vor allem wenn es nicht voran ging und ich manchmal an zehn Seiten vier Stunden saß. Zeitpläne musste ich immer wieder über den Haufen werfen. Vor allem weil ich tief in dem Thema drin bleiben musste ohne Unterbrechnungen und das gibt es eigentlich in meinem Leben nie. Es besteht sozusagen aus Unterbrechnungen, kleine und manchmal größere Katastroph. Je weiter ich zum Ende kam, desto mehr ergab alles einen Sinn. Es gab Szenen, wo ich weinen musste, weil ich total ergriffen war. An manchen Stelle war die Spannung für mich so hoch, dass ich vergaß den Text zu überarbeiten. Weil ich parallel zur Zeit wieder eine Fortbildung zum Schreiben mache, merke ich natürlich jede Schwäche des Textes. Ich müsste kürzen, Szene weglassen, damit es ein Buch wird, das auch die Chance erhält auf die Bestesellerlisten zu kommen, aber ich brachte es einfach nicht über das Herz. Mir wurde klar, es liegt nicht in meiner Hand, es ist die Geschichte, die mit ihren Figuren auf diese Art angelegt ist, dass der Fluß des Erzählens exakt so sein muss. Es gehört zu der Atmosphäre zum Inhalt dazu.

Erkenntnisse aus Licht und Dunkelheit

Hätte mir jemand 2011 gesagt, als ich meinen ersten Pferderoman veröffentlichte, dass ich eines Tages eine Romantasy-Reihe in dieser Länge und Komplexität schreiben würde, ich hätte nur milde gelächelt und ihm oder ihr den Vogel gezeigt. Mir ist in diesem letzten halben Jahr klar geworden, dass ich gar nicht mehr anders kann, als Geschichten zu schreiben. Egal wieviel Kraft es mich kostet, egal in welche emotionale Achterbahnfahrt es mich schickt, es ist wie ein Sucht, die mich erfasst hat und nicht mehr loslässt.

In mir gibt es aber auch einen nüchternen, realistischen Menschen, der seit über 25 Jahre mit seinem Mann ein IT-Unternehmen führt. Irgendwie muss ich mit dieser Leidenschaft auch unseren Lebensunterhalt verdienen, sonst geht alles zu Lasten meines Mannes. Das ist ein Gleichgewicht, dass ich in meinem Leben, für dieses Jahr neu finden möchte. Ein Balance zwischen meiner Liebe zum Schreiben und der Liebe meines Lebens.

Dabei kannst du mir helfen. Wie? Indem du über die Romantasy Reihe schreibst und erzählst.

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