Hanna Rosenbaum in den Hanna Büchern

Hanna ist meine bisher schwierigste Heldin. Einige LeserInnen vergleichen sie mit Lisbeth Salander in den Romanen von Stieg Larsson aus der Millenium-Triologie. Es ist eine Weile her, dass ich die Bücher gelesen habe, doch ich glaube, dass diese Figur in dem Roman an dem Asperger Syndrom leidet. Das Asperger Syndrom ist eine Form des Autismus, der oft von der Umwelt nicht als solcher wahrgenommen wird. Der Mensch gilt als “eigenbrötlerisch” – weil er nicht in der Lage ist, die soziale Interaktion und Kommunikation aus zu üben. Vielleicht will er es auch gar nicht. Für die Figur Hanna, war diese Definition einer autistischen Veranlagung, der wichtigste Bestandteil für die Art wie sie handelt und wie sie in der Geschichte auf die LeserInnen wirkt. Stieg Larsson hat, denke ich, eine schwerere Form gewählt, aber der Vergleich mit den zwei Figuren ist durchaus berechtigt. Mehr allerdings auch nicht, denn der Schwede hat einen genialen Dreiteiler geschrieben, der uns in die menschlichen Abgründe führt. Wohingegen ich dazu tendieren unterhaltsame “Wohlfühl”- Geschichten zu schreiben. Ich möchte ja auch weiterhin, Nachts allein, in den Feldern bei uns spazieren gehen.

Diese Ecken und Kanten, die ich persönlich sehr an Hanna liebe, haben mir beim Schreiben eine Menge Probleme bereitet. Ich glaube, dass das und auch der religiöse Aspekt in der Geschichte, einige LeserInnen von dem Roman abschrecken. Dabei finde ich gerade, dass ich mit Hanna eine unglaublich starke Frau geschaffen habe. Sie übersteht die Vergewaltigung in ihrer Kindheit mit einer Trennung von Körper und Seele. Das ist keine gewollte Entscheidung, sondern eine, die ihr hilft mit dem Trauma fertig zu werden. Umso wichtiger wird ihre Zwillingsschwester Marie, ihre Mutter Silvia, Viktor (ein Freund, den sie in der Klinik für Gewaltopfer kennenlernt) und auch Harald (der Journalist mit dem sie auf Reportage unterwegs ist) für ihr Leben. Sie sind Ankerpunkte, für die sie bereit ist jedes Opfer zu bringen. Auch wenn es bedeutet die Wahrheit, über die geliebten Menschen, in einem eigenem Weg zu interpretieren. Genauso ist es mit ihrem Glauben. Die gedanklichen Zwiegespräch, oft auch in Form des eigenen Vaters, helfen ihr die Angst in ihrem Leben zu bewältigen.

Einige LeserInnen haben nur das zweite Buch: Hannas Entscheidung –  gelesen, doch so wirklich kann Hanna nur verstehen, wer beide Geschichten liest. Was Hanna im Laufe der zwei Geschichten schafft braucht unglaublich viel Kraft. Sie ist ein furchtbar einsamer Mensch, der es meiner Ansicht nach, absolut verdient hat, Liebe in ihrem Leben zu finden. Doch wie so oft kommt diese sehr viel komplizierter daher, als gedacht. Auch hier zeigt die Figur ihre Komplexität in der sozialen Interaktion. Sie muss sterben, damit sie neu geboren werden kann. Ihren Anker verlieren, auf dem Meer des Lebens umher treiben, bis sie einen anderen Platz findet. Hanna kann durch ihr Objektiv Menschen erkennen, die Seele erfassen dessen was sie fotografiert. Ihre Stärke ist es mit der Erkenntnis umzugehen und ihre eigenen Entscheidungen im Leben zu treffen.

Weil ich diese Figur so liebe und vielen Leserinnen den Mut machen möchte, sich auf Hanna einzulassen, werde ich das eBook vom 22.08.-24.08.2014 einschließlich, kostenlos bei Amazon zum Download anbieten. Wer die Geschichte schon kennt und so empfindet wie ich, einfach den Termin an eure Freunde und Bekannte weitergeben, von denen ihr glaubt, sie könnten Freude an dem Roman haben.

 

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