Gelesen: Asche und Phönix von Kai Meyer - Kerstin Rachfahl Schriftstellerin
Gelesen - Asche und Phönix von Kai Meyer

Über den Autor Kai Meyer bin ich gestolpert, als ich gute Bücher für meine Kinder suchte. Asche und Phönix, hörte ich vor kurzen über unser Audible Hörbuch Abonnement. Wir haben noch eines der Ersten und bekommen somit immer zwei kostenlose Bücher pro Monat. Eines ist für uns, das andere für unsere Kinder. Zum Glück sind die heutigen Jugendbücher auch für Erwachsene bestens geeignet. Asche und Phönix ist so ein Beispiel davon, denn es nimmt ein ganz aktuelles Thema in Augenschein, nämlich den Ruhm.

Inhalt​

Parker Phönix ist Schauspieler und der Schwarm aller Mädchen. Ash hingegen lebt am Rande der Gesellschaft ein unsichtbares Leben. Sie wohnt heimlich und unerkannt in Wohnungen, in denen die Bewohner vereist sind. Sie arbeitet als Zimmermädchen in nobeln Hotels, wo sie die Gäste bestiehlt. Die Welt der Beiden könnte nicht weiter auseinander liegen. Dummerweise kehrt Parker unerwartet von der Vorstellung seines neuen Filmes zurück, während Ash ihn gerade beklaut. Parker braucht die Fähigkeit von Ash in der Masse zu verschwinden, sie erklärt sich bereit zu helfen - naja, auch Diebe können ein schlechtes Gewissen haben - oder nicht? Rasch überschlagene sich die Ereignisse und ehe sie sich versehen, befinden sie sich gemeinsam auf der Flucht.

Keine Ahnung, warum ich von dem Buch keine Vorschau einbinden konnte. Vielleicht bietet der Verlag es zum Kaufen nicht mehr an. Das ist Schade, denn Kai Meyer ist es mal wieder gelungen außergewöhnliche Charaktere zu erschaffen. Mich hat das Buch nachdenklich gemacht über das was Ruhm und was Armut bedeutet. Wer von den beiden leben das freiere Leben? Parker oder Ash. Es fasziniert mich immer wieder, wie Kai Meyer es schafft sich in die Gedankenwelt der jungen Mädchen hineinzuversetzen. Er schafft starke Heldinnen, die meine Tochter über alle Maßen liebt, vor allem, weil sie anders sind. Es sind keine Schicki-Micki Mädels, wie sie sonst häufiger in der Jugend und auch Erwachsenen Literatur anzutreffen sind. Stattdessen macht er mit seinen Figuren seinen Leserinnen Mut, der Mensch zu sein, der in ihnen steckt.

Immer diese Antagonisten​

Womit ich Schwierigkeiten hatte war mal wieder der Antagonist. Klar, dass sollten wir ja auch als Leser. Seine Motive sind genial nachvollziehbar. Sie machen nachdenklich über das, was im Leben wirklich zählt. Was mich stört ist wieder Mal die übermächtige, ja überirdische Stärke des Gegners, der es den Protagonisten unmöglich macht, am Ende aus eigner Kraft zu siegen. Klar steckt auch dahinter eine Absicht. Die Geschichte ist auf diese Weise nie vorhersagbar. Die Lösung ist ihm diesmal gelungen. Keine Sorge es gibt eine Art von Happy-End. Doch mehr will ich dazu nicht sagen, das würde die Spannung nehmen.

Buchcovern von Amazon zu Asche und Phönix von Kai Meyer

Wer jetzt Lust bekommen hat zum Lesen - nur zu. Denkt daran er schreibt Fantasy Bücher, mit erschreckender Realitätsnähe. ​Ich freue mich zu hören, wie dir die Geschichte gefallen hat.