Ein Geständnis zu Licht und Dunkelheit - Kerstin Rachfahl Schriftstellerin

Ein Geständnis zu Licht und Dunkelheit

HuskyJe länger ich an dem vierten Band von Licht und Dunkelheit: Die Hüterinnen der Elemente schreibe, desto mehr denke ich an die Zeit zurück, als ich den ersten Band schrieb: Licht und Dunkelheit: Levarda. Es war nie von mir geplant gewesen eine Tetralogie zu schreiben. Doch mir hat die Welt zu gut gefallen, die Idee mich so inspiriert, dass ich es einfach nicht sein lassen konnte. Jetzt mit dem letzten Band, heißt es Abschied nehmen von meinen geliebten Protagonistinnen und Protagonisten sowohl in menschlicher, als auch tierischer Form. Kein Angst, es gibt keinen fünften Band. Denn ich mag es nicht, wenn Geschichten weiter und weiter und weiter gehen, so wie bei anderen erfolgreichen Reihen. Ich brauche das Ende. Für mich als Autorin und für mich als Leserin.

Der Ursprung des Fantasy Liebesromans

Die Ursprungsidee des Fantasy Liebesromans um Levarda, war eine ganz andere. Ich hatte eine Szene geschrieben, die ich in meinen Massen an Dokumenten nicht mehr finde. Unglaublich wieviele Anfangsideen und -szenen noch auf meiner Festplatte schlummern.

Die Szene startet mit einer jungen Frau, die sich unruhig in Bett hin- und herwälzt weil sie einen Alptraum hat, schweißgebadet wacht sie auf. Schon als kleines Mädchen hatte sie diesen Alptraum, in dem sie lebendig auf einem Scheiterhaufen verbrannt wird. — für sie so lebhaft und real, dass sie jahrelang zur Therapie gegangen ist bis sie mit ihrer Angst vor dem Feuer fertig geworden ist; inzwischen lebt sie allein in einer Mietwohnung, arbeitet als Kindergärtnerin und passt oft auf das Nachbarkind einer alleinerziehenden Mutter auf. Während sie also versucht ihre Nerven zu beruhigen, riecht sie Brandgeruch: Ein Feuer. Sie alarmiert die Feuerwehr, fließt aus dem brennenden Haus. Unten angekommen hört sie von der Mutter des Nachbarkindes, dass dieses noch in deren Wohnung ist. Ohne auch nur noch einen weiteren Gedanken an die Gefahr oder ihre Angst zu denken, sprintet sie zurück.  Sie findet in dem Rauch, das Kind, weil sie instinktiv weiß, dass es sich unter dem Bett versteckt. Als sie ins Treppenhaus kommt, prasselt ihr von überall das Feuer entgegen. Sie bekommt Panik, erstarrt. Eine Stimme in ihrem Kopf, sagt ihr, dass sie es kann, wenn sie es nur zulässt. Was kann ich? — fragt sie sich verzweifelt, da sieht sie eine Gestalt in den Flammen. Sie rennt ihr nach. Als sie den letzten Absatz der Treppe erreicht, kommt ihr ein Feuerwehrmann entgegen. Sie gibt ihm das Kind, folgt ihm, doch ihre Panik schlägt erneut zu. Der Mann bemerkt, dass sie zurückbleibt, eilt dennoch zu seinem Kollegen, der das Kind nach draussen bringt und danach in die Flammen zurückkehrt, um die junge Frau zu retten. Bevor er sie erreichen kann, stürzt ein brennender Balken nieder und begräbt die junge Frau unter sich. Ihr einstiger Albtraum wird wahr, sie verbrennt bei lebendigem Leib. — CUT —

An der Stelle geht es dann auf Levarda über. Klar, wer den Band eins von Licht und Dunkelheit gelesen hat, weiß dass auch Levarda einen Alptraum hat.

Vergangenheit und Gegenwart

Irgendwann löschte ich diesen ersten Part, weil allein die Geschichte um Levarda so komplex wurde, dass ich dachte, irgendwann schreibe ich einen zweiten Band, wo es dann nur um diese Gegenwartsgeschichte geht und was sie mit Levarda zu tun hat. Tja, stattdessen kamen die drei anderen Bände von Licht und Dunkelheit dazu und ich begrub die Idee mit dem Verbinden über die Zeit hinweg. Doch was, wenn ich diese Idee aus der Gegenwart wieder aufgreife? Mir ist aufgefallen, dass das Ende von Band vier letztlich genau auf diese Geschichte zugeht. Ach ich weiß nicht, mal sehen, was du denkst, wenn du den vierten Band gelesen hast. – Denk dran, ich schreibe Liebesromane – also keine Sorge wegen des Endes.


Die Wölfe spielen übrigens eine wichtig Rolle im vierten Band.

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