Die sieben Wege zur Effektivität von Stephen R. Covey

2011-07-13-kerstin-avatarVor Jahren habe ich: Die sieben Wege zur Effektivität von Stephen R. Covey gelesen und später auch: Die sieben Wege zur Effektivität für Familien. Es sind beides keine Bücher, die gelesen und bei Seite gelegt werde. Stattdessen lohnt es sich immer mal wieder darin zu blättern und neues zu entdecken, was in die aktuelle Lebenssituation passt. Für mich war es in diesem Fall der Punkt 7, nämlich die Säge schärfen. Aber was hat das mit meinem Schreiben zu tun?

Mein Blog und die Bücher sind in eine Diskussion geraten, als ich einen Kommentar zu einem Blogpost im Literaturcafé abgegeben habe: Selfpublishing: Suizid im Hirschkostüm. (Mein Austausch und Kommentar wurde gelöscht. Interessant.) Es hat mich zum Nachdenken gebracht, weshalb ich als Schriftsteller den Weg der Selbstständigkeit gewählt habe und nicht den Weg über einen Verlag. Ich bemerkte, dass ich die Konzepte von Stephen R. Covey bereits so in meinem Leben verinnerlicht habe, das es der natürlichste Weg für mich war. Vielleicht auch

weil ich seit mehr als zwanzig Jahren mit meinem Mann erfolgreich ein IT-Unternehmen leite, das sich ständig verändern und weiterentwickeln muss, damit wir am Markt bestehen bleiben können. Schauen wir uns die 7 Wege von Stephen R. Covey mal auf meine Selbstständigkeit als Schriftstellerin genauer an.

  1. Pro-Aktiv: Sein Leben in die Hand nehmen, denn ich bestimme was in meinem Leben passiert oder wie ich mit den Dingen in meinem Leben umgehe, auf die ich keinen Einfluss habe.
  2. Schon am Anfang das Ende im Sinn haben: Mein Vision was ich mit meinem Schreiben erreichen möchte steht mir klar vor Augen. Ich möchte in erster Linie mit meinen Geschichten Menschen unterhalten, die Kosten sollen gedeckt sein und ich möchte Geld damit verdienen.
  3. Das Wichtige zuerst: Das Schreiben von neuen Geschichten und die sorgfältige Überarbeitung der Entwürfe mit einem professionellen Lektorat – erst dann Zeit für meinen Blog und das Twittern.
  4. Gewinn/Gewinn denken: Meine Partner bei den E-Books sind der Lektor, das Korrektorat und meine Leser. Weil ich den Herstellungsprozess komplett in der eigenen Hand habe, kann ich auf die Wünsche meiner Leser direkter eingehen und ihnen ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis anbieten. Gleichzeitig kann ich das Schreiben an meine zeitlichen Gegebenheiten anpassen und Themen auswählen, die mir Spaß machen.
  5. Erst verstehen, dann verstanden werden: Ich höre meinen Partnern aufmerksam zu, nehme die Kritik und Änderungsvorschläge ernst. Die Rückmeldungen von meinen Lesern sind wichtig. Ich lerne was ihnen gefällt und was ich verändern sollte. Kann ich das umsetzen, finde ich mehr Leser, die Gefallen an meinen Geschichten haben.
  6. Synergien erzeugen: Der freie, kritische Blick von meinen Partner auf die Geschichten, helfen mir eine bessere Qualität abzuliefern. Im optimalen Fall ergänzen wir uns. Leser erzählen, was Sie sich wünschen oder was ihnen gefehlt hat. So entstehen neue Ideen für Geschichten.
  7. Die Säge schärfen: Der wichtigste Punkt für mich, den ich am meisten verinnerlicht habe. Ständiges reflektieren, ob ich auf dem richtigen Weg bin, was ich verbessern kann, Fehler erkennen und so Stück für Stück besser werden.

Für mich ist die Selbstständigkeit als Schriftstellerin der richtige Weg gewesen. Es bedeutete, dass ich meine Angst überwinden und mich meinen Lesern stellen musste. Ich habe unglaublich viel Spaß beim Schreiben meiner Geschichten. Doch das ist nichts im Vergleich mit der Freude, die es macht, wenn ich lese, dass auch anderen Menschen meine Geschichten gefallen haben. Ich schreibe nicht für mich, mein Ego oder einen Verlag, sondern für meine Leser.

Am Sonntag hatten wir Premiere bei unserer Freilichtbühne in Hallenberg, wo ich mit meiner Familie dieses Jahr in dem Stück: “Wicki und die starken Männer” den Spaßmacher Knoll spielen darf. Egal welche Rolle jemand spielt, nur gemeinsam und wenn wir alle voll dabei sind, können wir unser Publikum in den Bann ziehen. Der Applaus ist das Tollste, was ihr euch vorstellen könnt. Nie bekomme ich bei meiner Arbeit diese direkte Anerkennung. Beim Spielen hören wir das Lachen von dem Publikum, merken das sie uns gebannt folgen und wenn sie am Ende “Zugabe” rufen, bekomme ich eine Gänsehaut. Beim Schreiben möchte ich das Gleiche erreichen – Menschen für einige Stunden ihren Alltag, ihre Sorgen vergessen lassen und das sie vielleicht die Welt danach ein Stück weit anders betrachten.

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