Die Frankfurter Buchmesse 2015 - Kerstin Rachfahl Romantik und mehr ...

Die Frankfurter Buchmesse 2015

FBM13Zum ersten Mal war ich nicht an einem Wochenende auf der Frankfurter Buchmesse, sondern freitags – an einem Fachbesuchertag. Interessant, wie jung  das Publikum dennoch war. Doch ich stellte schnell fest, auch diese waren Fachbesucher, nämlich Buchblogger mit Einladungen von Verlagen oder Autoren. Ausnahmsweise plante ich die Messe und hatte mir einen Kalender erstellt, was ich alles machen wollte. Gleich am Anfang warf ich ihn direkt über den Haufen, weil mir Kerstin Gier über den Weg lief und ich spontan entschloss mir ihr Interview anzusehen. Sie war herrlich; die Interviewerin von der SZ grausam. Wenn jemand seinem Interviewpartner die Antworten bereits in den Mund legt, frage ich mich ehrlich wo die Leute Journalismus studiert haben. Da machten es die “unprofessionellen” – dafür ehrlich von dem Buch begeisterten Buchblogger, wesentlich besser.

Gleich zwei Lesungen schaute ich mir an. Eine von einem Fachbuchautor eher ungewollt, die aber wirklich durch den humorvollen Interviewstil sehr gut war. Begeistert hat mich bei Torsten Hebel, Freischwimmer: Meine Geschichte von Sehnsucht, Glauben und dem großen weiten Mehr, sein Projekt blue:boks in Berlin. Ich nehme mal das Zitat von ihm auf der Homepage der Seite.

Wir wollen, dass diese Kinder wissen und erleben, dass sie wertvoll sind und das sie geliebt werden.

Neben unserem Standardengagement bei den SOS-Kinderdörfern, werde ich mir diesmal dieses Projekt für eine Spende aussuchen. Schließlich brauchen wir für die Zukunft Kinder und Jugendliche, die selbstbewusst ihren Lebensweg angehen und die Zukunft Deutschlands in die Hand nehmen.

Kai Meyer, dessen Lesung ich sehen wollte, hatte ich mir ganz anders vorgestellt. Mit unseren Kindern hörten wir die Trilogien “Sturmkönige” und “Arkadien”. Meine Tochter liebt auch die “Wellenläufer” Trilogie, aber das hatte ich nicht mitgehört. Für mich ist es spannend zu sehen, wie andere Autoren an ihre Lesungen herangehen, was sie auswählen und wie sie vorlesen. Am meisten können wir immer von anderen lernen; jedenfalls geht es mir so. Mein absoluter Favorit ist zur Zeit Jonathan Stroud. Er bringt die Geschichte in seiner Art total authentisch rüber. Klar ein Engländer, der über englische Jugendliche schreibt, wie sollte der es falsch rüberbringen?

Den restlichen Tag verbrachte ich dann überwiegend in verschiedenen Seminaren, einem Treffen der Buchblogger, wo ich jedoch recht schnell verschwand weil ich dort absolut niemanden kannte. Spontan stieß ich dann auf dem KDP-Stand auf andere Selbstpublisher . Dieses Treffen hat total viel Spaß gemacht, die Anderen live zu sehen und sich auszutauschen. Klasse fand ich auch den Stand der 42 Autoren vom Autorensofa. Zuletzt stand die Verleihung des Virenschleuderpreises auf meinem Programm. Ich sicherte mir einen Platz in der zweiten Reihe, doch gerade als es losging, bekam ich einen Anruf von meinem Mann. Und dann hieß es aufbrechen nach Köln, weil er meine Hilfe brauchte. Wie gut, dass wir schon solange verheiratet sind und er zur Zeit das größere Plus auf unserem Beziehungskonto hat. Enttäuscht war ich trotzdem, ich hätte gerne gewusst, was die Finalisten so alles im Social Web anstellen. Wobei ich es mir meist nur gerne anhöre, aber genau weiß, dass ich nicht der Typ dafür bin, diese Ideen aufzugreifen und selbst umzusetzen.

War jemand von euch auf der Frankfurter Buchmesse? Hattet ihr eine Begegnung der besonderen Art? Von meiner erzähle ich in dem aktuellen Newsletter, den Ihr am Freitag erhalten habt.

Eine kleine Bildergalerie von meinem Tag: