Die Entstehung des Romans: Die Bundespräsidentin - Kerstin Rachfahl Romantik und mehr ...
Die Entstehung der Bundespräsidentin mit dem Cover des Buches

Die Idee über eine Frau im höchsten Regierungsamt von Deutschland zu schreiben, ist mir ganz am Anfang meines Fernstudiums Belletristik gekommen. Dann überholte mich die Realität, als Angela Merkel zur Bundeskanzlerin gewählt wurde. Ich legte die Idee ad acta. Das letzte Jahr, mit all den politischen Debatten und der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten der USA, macht mir deutlich, dass ich das Thema Politik in einem Roman aufgreifen wollte. Statt dem höchsten Regierungsamt in Deutschland, wählte ich das höchste politische Amt in Deutschland, in meinem Fall die Bundespräsidentin

Die Idee hinter dem Roman

Der erste Punkt der für mich in dem Roman eine Rolle spielte ist, dass meine Bundespräsidentin Gefühle zeigen darf ohne dabei schwach zu wirken. Der zweite Punkt ist, dass sie eine Stimme der Vernunft sein sollte, in einer Welt voller Testosteron gespickter Staatsmänner. Die zivile Konfliktbewältigung, statt das Entsenden von militärischen Streitkräften und Lieferung von Waffen, steht im Focus ihrer Amtszeit und ich fände es toll, wenn das auch in der Realität so sein könnte.

​Erlebnis in der USA

In New Orleans war ich im World War II Museum. Nach einer Dokumentation, die mir noch unbekannte Ereignisse aus dem zweiten Weltkrieg vor Augen führte, aber natürlich auch sehr eindrucksvoll die mir bekannten, ging ich aus dem Museum, setzte mich auf eine Steinbank in die Sonne und musste heulen. Einer der Museumswärter, alles altgediente Soldaten, setzte sich zu mir und fragte mich, ob er etwas für mich tun könnte. Ich sagte nein, denn ich wäre Deutsche und müsste mit der Schuld leben. Damit sind wir ein absolutes Vorbild für viele Nationen. Wir leben mit unserer Schuld und rufen sie uns immer wieder ins Gedächtnis. Die Demokratie ist für mich nichts selbstverständliches. Wir müssen dafür arbeiten. Das ist es, was unsere deutsche Politik ausmacht, auch wenn wir das oft nicht sehen. 

​Recherchearbeit

Es ist ein fiktiver Roman und doch wollte ich viele Szenen darin gestalten, dass du als Leserin das Gefühl haben solltest, jawohl so ist es auch in der Realität. Aus diesem Grund steckte ich viel Arbeit in die Recherche. Ich schrieb das Bundespräsidialamt an, das BKA und ein Verein, der sich für den Frieden einsetzt. Ich bekam sehr nette Rückmeldungen mit vielen Links zu Internetressourcen die öffentlich sind und begann zu lesen. Ich sah mir stundenlang Dokumentationen zu verschiedenen Themen an. Wenn möglich versuchte ich durch persönliche Begegnungen noch intensiver in die Gefühlswelt meiner Figuren einzutauchen, was diesmal schwerer war, weil ich über keine eigenen Erfahrungen in den Aufgabengebieten verfüge.

Der Schreibprozess

Damit du ein Buch von, in diesem Fall 120.951 Wörtern, in den Händen hältst, braucht es ein lange Zeit. Insgesamt schrieb ich 99 Tage an dem Roman, im Schnitt waren das 1.167 Wörter pro Tag (Wochenende, Events, die Recherchezeit und Urlaube mit eingerechnet). Nicht wundern bei der Zahl, der Rohentwurf hatte weniger Wörter, als das Endprodukt. Dann folgte eine Überarbeitungszeit von knapp einem Monat. Danach ging der Roman in das Lektorat, was weitere 87 Tage in Anspruch nahm. Alles in allem lag die Entstehungszeit für das Buch bei 208 Tagen. Natürlich ist es so, dass ich, nachdem das Buch, bei meiner Lektorin ist, gleich den nächsten Roman schreibe. Auf diese Weise bleibe ich immer im Fluss.

​Meine Frage an Dich

  1. Wie lange hast du gebraucht um den Roman zu lesen?
  2. Wer war der Bundespräsident, der dir im Gedächtnis geblieben ist und wieso?
  3. Wo findest du handelt Sarah als Frau anders, als es ein Mann an ihrer Stelle tun würde?

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