Der Unterschied zwischen Cover und COVER - Kerstin Rachfahl Schriftstellerin

Der Unterschied zwischen Cover und COVER

2012-10-03-neues-Cover-DukeAls ich mich im Jahr 2011 entschieden habe mein Buch selbst zu publizieren, wollte ich nicht mehr Geld ausgeben als nötig. Einzig und allein bei dem Lektorat und Korrektorat, war mir von Anfang an klar, dass ich professionelle Hilfe, damit mein Manuskript als Buch am Ende meinen Qualitätsansprüchen genügte. Selbstverständlich war mir genauso klar, dass ich langfristig weder das Cover, noch die Konvertierung meiner Manuskripte in eBook Form machen möchte.

Meine Zeit ist begrenzt und drei Bälle in der Luft zu halten: Familie – Unternehmerin – Schriftstellerin, füllen mich vollständig aus. Ich finde der Markt für die Arbeiten rund zu einem Buch, hat sich in den letzten Jahren enorm verändert. Es gibt immer mehr Lektoren, Designer und Webservices, die sich auf die Bedürfnisse der selbstpublizierenden Autoren einstellen. Ich brauche kalkulierbare Größen und kann keine Tausende von Euros in jedes Buch vorinvestieren. Irgendwann möchte ich, dass meine Bücher nicht nur ihre Kosten tragen, sondern ich mit ihnen einen Teil meines Lebensunterhalts bestreite. Schauen wir uns mal meine Cover-Historie an.

 

2011-07-26-buchcoverMein erstes Cover war eine absolute Katastrophe. Emotional habe ich sehr daran gehangen und ich wollte auch, dass die Leser direkt sehen: “Hallo ich mache alles selber – seid ihr neugierig?” Ich habe mich also mindestens drei der Punkte schuldig gemacht von den 16 beliebtesten Gestaltungsfehlern der Selbstverleger. (siehe Link am Ende des Beitrages zu dem Artikel auf dem Blog vom Literaturcafé). Schwarz-Weiß Cover nimmt iBook von Apple erst gar nicht an. Aber ich wollte ja unbedingt authentisch sein. In diesem Fall für die Leser eher abschreckend. Es war nicht der einzige Fehler, aber ein Großer.

2012-04-08-cover-dukeFür mein zweites Cover habe ich mir dann ein wenig mehr Mühe gegeben. Ich habe recherchiert und nach Bildern gesucht, die ich mit meinem Buch in Verbindung bringen konnte. Ich kaufte mir die Adobe Suite Photoshop Elements 10 und Premiere 10. Mein Abenteuer mit der Bildbearbeitung begann. An dem Programm lag es nicht, eher an dem mangelnden Verständnis für die Bildgestaltung, die Ausgewogenheit der Farben und die Schrift. Ich war schon als Kind in Kunst eine absolute Niete, weil ich mir zwar sehr gut vorstellen kann, was ich möchte, aber nie in der Lage war, es auf das Papier zu bekommen. Mir fehlen die Techniken, die Geduld und das Händchen für diese Arbeit. Obwohl es genial ist, was so ein professionelles Programm alles kann. Einzig und allein meine iPad App 53 Paper schafft es mir das Gefühl zu geben, wenigstens ein wenig Gestaltung hinzubekommen.

Als ich dann das gleiche Grundfoto in einer Buchhandlung auf einem Pferdebuch für Kinder fand, war ich entsetzt und dachte: Nein, so geht es nicht weiter, ich brauche ein professionelles Cover, um mich abzuheben. Also sah ich mich bei den Büchern von selbstverlegenden Autorinnen um und suchte nach Covern, die mir gefallen. Ich verfolgte Blogs las Beiträge und Erfahrungsberichte und schaute mir die Seiten von den Buchcover Designern an. Meine Entscheidung fiel auf:

Jaroslaw Rezka 

Seine Arbeit, seine Preise und sein Service haben mich überzeugt. Ich bin schon gespannt auf die weitere Zusammenarbeit und was dabei für meine Trilogie Hanna herauskommt.

November 2012: Jaroslaw hat mir geschrieben, dass ihn seine anderen Projekte so sehr in Anspruch nehmen, dass er seine Cover-Design Dienste für E-Book Autoren nicht mehr anbietet. Schade, denn auch seine Umsetzung des Textes in das Kindle Format hat mir sehr gut gefallen.

Links zu Blog mit Beiträgen zu Book Cover Design:

Was denkt ihr zu dem Thema? Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Welche Rolle spielt das Cover eines Buches für eure Kaufentscheidung?