Auf der Suche nach dem Amazon Algorithmus

imageHabt ihr euch als Indie-Autoren auch schon mal gefragt, wie ihr es schaffen könnt, in die “Bestseller”-Listen von dem Kindle-Shop bei Amazon zu kommen? Dass Leser meine Bücher finden, ist das A und O für einen selbstpublizierenden Autor. Vielleicht sogar für alle Autoren. Über Social Marketing habe ich ja bereits geschrieben, diesmal möchte ich mich mit dem Algorithmus von Amazon beschäftigen, der letztlich hinter den Bestseller Listen von Amazon steckt.
Ich selbst habe keine technischen Untersuchungen gemacht. Ich greife hier auf meine Erfahrungen zurück, die ich bei der Recherche zum Thema Google, SEO und Social Marketing gesammelt habe. Genauso wie auf die Informationen von amerikanischen Kollegen.

Es gibt einen Podcast von den Autoren Johnny, Sean & Dave mit dem Namen “The Self Publishing Podcast” in der Episode 5 sprechen sie mit ED über seine Untersuchungen, wie ein Autor sich in die Listen von Amazon schleichen kann. Ich habe die Jungs gefragt, ob ich die Inhalte von ihnen verwenden kann und das war kein Thema. Wer alles lieber live in Englisch hören möchte, dem empfehle ich den Podcast.

Die wichtigsten Erkenntnisse zusammengefasst:

 

  • Der Algorithmus unterliegt Veränderungen, denn das Ziel von Amazon ist, das optimalste Ergebnis für den Kunden zu erhalten, damit dieser kauft.
  • Der Preis des Buches spielt eine Rolle. Beispiel: 100 Verkäufe eines 0,99 Euro eBooks zu 2,99 Euro bedeutet das 2,99 Euro eBook erscheint im Rang höher als das 0,99 Euro eBook.Kostenlose Angebote im Rahmen von KDP-Select werden gewichtet, vermutlich durch die Bildung eines Durchschnittpreises in dem Zeitraum.
  • Die Kategorie-Listen können einen Autor sichtbar machen z. B. gibt es in der Kategorie Liebesromane eine größere Konkurrenz, als die Kategorie Humor. Was heißt es ist einfacher in der letzten Kategorie unter den Top 100 zu kommen.
    Vergleichen wir das Aussehen des amerikanischen Shops mit dem Deutschen Amazon Shop, so finden sich große Unterschiede. Der US-Shop hat lediglich Ranglisten, die nach Popularität, Preis, Bewertung oder Erscheinungsdatum sortiert werden können. Bei uns gibt es die Top 100 Liste, Spiegelbestsellerliste, New York Times Bestsellerliste, Neuerscheinungen oder Deal des Tages. Wenn ich so an die Anfangszeit denke, hat sich das Portal sehr verändert. Ich empfinde es in Deutschland als viel übersichtlicher und wir Autoren haben mehr Möglichkeiten unsere Sichtbarkeit in den verschiedenen Listen zu erhöhen.

Mein Fazit aus den Erkenntnissen:

  • Der Preis für meinen neuen Roman werde ich höher ansetzen. Einmal um mich von den Kurzgeschichten und nicht lektorierten Veröffentlichungen abzuheben. Zum Anderen, um in den Ranglisten eine bessere Platzierung zu erreichen.
  • KDP-Select wird weiterhin ein wichtiger Bestandteil meiner Marketing-Strategie sein, um in die Vernetzung der Vorschläge zu kommen (wer das Buch gekauft hat, hat auch dieses Buch verkauft) und damit ich mein eBook in die Ranglisten pushen kann.
  • Ich werde stärker mein Augenmerk auf die Kategorien setzen, wobei ich immer den Inhalt des Buches als Maßstab nehme. Die Erwartungshaltung des Lesers zu enttäuschen, wäre ein großer Fehler.

20121907-kindle1Bitte denkt daran, dass dieses keine wissenschaftlich oder technisch visierte Untersuchung ist. Das Thema „Suche“-Optimierung ist eine ganze Wissenschaft für sich und dient letztlich nur einem Ziel, dem Suchenden die richtige Information zu liefern.
Habt ihr auch schon Erfahrungen mit diesem Thema sammeln können? Was ist eure Meinung zu dem „Suchalgorithmus“ von Amazon? Denkt ihr das Verlagsautoren dabei besser wegkommen, als selbstpublizierende Autoren?