Ich finde gute Liebesszenen zu schreiben unglaublich schwer. Zu einem guten Liebesroman gehört mindestens eine gute Liebesszene. Aber nicht nur diese eine Szene ist wichtig, sondern wie die Protagonisten dorthin kommen, weshalb sie miteinander im Bett landen. Was ihnen dabei durch den Kopf geht und was danach passiert. Das alles gehört zu einem guten Liebesroman dazu. In der Szene selbst ist es mein Anspruch, schon dem Leser ein Bild vor das innere Auge zu zaubern, aber dann auch Platz zu lassen für die eigene Fantasie. Was mir nicht gefällt ist, wenn es anfängt unrealistisch zu werden. Natürlich sollte eine Liebesszene mehr bieten, als das Gewöhnliche, wobei auch das seinen Reiz haben kann.
The First Time
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In London war ich bereits vier oder fünf Mal. In Wales habe ich mal drei Wochen als Austauschschülerin in einem Internat gelebt. Südengland war komplettes Neuland für mich. Inzwischen verstehe ich, warum so viele Schriftsteller von England als Background für ihre Geschichten so begeistert sind. Es liegt einfach daran, dass es solange eine Weltmacht darstellte, die andere Länder überfiel, für seine Zwecke nutzte und noch heute prägt. Sei es in Kanada, wo die Queen weiterhin das Staatsoberhaupt darstellt oder in Indien, wo weiterhin links gefahren wird. Bereits die Römer haben ihre Spuren auf der Insel hinterlassen, was mir zwar aus den Asterix Heften bekannt war, aber das Ausmaß fehlt in meinem Bewusstsein. Die ganze Insel steckt voller historischer Gebäude, Schlösser, Burgen, Anlagen und Kirchen.
Land voller Geschichten:
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Wisst ihr warum es für den Ehemann diffizil sein kann, den Roman seiner Ehefrau zu lesen? Zum einen natürlich wegen der Kritik. Wie sage ich es ihr ohne dass sie gleich in die Luft springt, sich selbst in Frage stellt oder alles hinwirft? Zum anderen wegen der Liebesszenen. Was daran schwierig ist? Das erklärt Euch dann Carsten in dem Podcast genauer.
Hannas Wahrheit
Natürlich erzählen wir Euch mehr von meinem neuen Roman Hannas Wahrheit. Wir sprechen einzelne Szenen aus den ersten Kapiteln an und wir verraten Euch, was ein Mann über das Versteck denkt, dass Hanna für ihren Speicherchip gesucht hat. Ich finde es immer spannend, welche andere Perspektive Männer doch auf eine Geschichte haben. Deshalb gibt es bei mir einen männlichen Testleser und Diskussionspartner, genauso wie einen weiblichen bei den Rohentwürfen.
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Puh, es ist geschafft. Nach viel Stress in den letzten Tagen. Überarbeitungen in letzter Minute, sowie prüfen, prüfen, prüfen, ist mein neuer Roman nun in der Pipline von Amazon. Innerhalb der nächsten 48 Stunden, sollte er Online erhältlich sein. Mit drei Monaten Verspätung, dafür noch rechtzeitig zu Ostern. Ich bin genauso aufgeregt, wie bei meinem ersten Roman. Vermutlich ändert sich das nie. Genauso wie mein Problem einen Roman endlich loszulassen. Ich könnte immer noch Änderungen vornehmen. Werde immer noch Fehler finden, trotz Lektorat und diesmal sogar Korrektorat. Warum? Na ja, weil ich selbst beim Formatieren, dann immer noch ein Satz ergänze oder etwas umstelle.
P.S. Osteraktion 2013 für Duke ein weiter Weg zurück – kostenlos
Mein härtester Kritiker
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Manchmal habe ich das Gefühl, das Aids eine Krankheit ist, die bei mir in Vergessenheit geraten ist. Das finde ich umso erschreckender, weil ich zu der Generation gehöre, wo sie entdeckt worden ist. Neben Aufklärungskampagnen: “Gib Aids keine Chance”, die heute noch aktiv ist, erschienen in den ersten Jahren viele Filme die entweder das Thema eines tödlichen Virus aufgriffen oder später Aids als Thema hatten. In meinem Kopf hat sich diese Krankheit so eingeprägt, dass ich mich eine Zeit lang sehr intensive mit dem Thema Immunologie beschäftigte. Ich weiß gar nicht mehr genau, weshalb sie sich auf einmal in meinen neuen Roman geschlichen hat. Lag es an dem Buch “Ich sterbe aber die Erinnerung lebt” von Henning Mankel oder an dem Engagement der Melinda und Bill Gates Stiftung?
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Das neue Buch “Hanna” beginnt in Afrika. Warum gerade dort, hängt mit dem zusammen, worum es in der Geschichte geht. Doch zunächst der Anfang:
Tagelang war der Regen ausgeblieben. Staub hüllte den Jeep ein, er drang durch jede Ritze in das Innere des Fahrzeugs. Wie ein feiner Film legte er sich auf die Menschen und gab allen das gleiche gelbliche Aussehen. Hanna konnte den Staub sogar auf ihren Zähnen spüren. Vor einer ganzen Weile schon hatte sie aufgehört, den Mund mit Wasser zu spülen. Es war zwecklos, nach ein paar Minuten fühlte sich alles genauso trocken an wie zuvor. Selbst das Tuch über Nase und Mund nützte nichts. Besorgt dachte sie an ihre teure Kameraausrüstung.
Sie sah nach vorn. Ochuko fuhr konzentriert in einem gleichmäßigen Tempo. Wie Ochuko durch den Staub hindurch überhaupt die Straße sehen konnte, war ihr absolut schleierhaft. Sie drehte sich zu ihrem Reisegefährten Harry um, der leise vor sich hin schimpfend versuchte, die Kappe seiner Wasserflasche zu öffnen. Harry hatte ihr vor zwei Stunden den Platz neben Ochuko überlassen, in der Hoffnung, dass es im hinteren Teil des Wagens etwas weniger staubte.
Harry fluchte, als der Fahrer das Auto anhielt. „Was ist los?“, fragte er ihn auf Englisch. Hanna hörte die Gereiztheit in seiner Stimme. Nach zwei Wochen Wanderschaft mit Zelt, Schlafen auf dem Boden und aufgewärmtem Essen über dem Feuer sehnte er sich nach einem weichen Bett, so gut kannte sie ihn schon von ihren früheren Reisen.
Hanna ergriff ihre Kamera, stieg aus dem Fahrzeug und begann, Fotos von der Landschaft zu machen. Im Augenwinkel sah sie, wie sich Ochuko zu Harry umdrehte.
„Ich würde gerne bei meiner Schwester vorbeischauen, ihr Dorf ist nicht weit von hier entfernt, und von dort ist es nur noch eine Stunde bis zum Flughafen von Zaria. Wir wären in jedem Fall rechtzeitig da.“
Eine Entscheidung
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Vor kurzem sah ich ein Interview mit Emily Bold und Wolfgang Tischer von der Frankfurter Buchmesse 2012. Ich kenne Emily, dass ist ihr Pseudonym, von meinen ersten Gehversuchen als selbstpublizierende Autorin von 2011. Ich las mit Interesse von ihren Erfahrungen, verband mich mit ihr über Twitter und andere soziale Kanäle. Sie gehört zu den Autorinnen, die andere gerne an ihren Erfahrungen teilnehmen lässt. Auf der Frankfurter Buchmesse 2011 lernte ich sie dann persönlich kennen. Ihre Jugendbuchreihe: The Curse gefällt mir richtig gut. Ihre Historicals liegen mir nicht.
Starke Männer oder starke Frauen?
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Als ich mich entschied in meinem Buch ein sehr genau Beschreibung, was ich persönlich überaus schwierig finde, von meinem Protagonisten Major Ben Wahlstrom in dem neuen Roman Hanna zu schreiben – ging ich auf die Suche nach einem Mann. Natürlich nur bildlich gesprochen. Das ist viel schwerer, als ihr es euch vorstellt, denn es gibt ein inneres Bild, dass ich von meinen Protagonisten habe. Es existiert nicht nur aus den äußeren Merkmalen, sondern auch aus den Inneren.
Ein Bild mit Charakter
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Hanna ist die Hauptfigur in meinem neuen Roman, der Anfang diesen Jahres als E-Book erscheinen wird. Als mir Hanna von der Idee in den Kopf gekommen ist, war schnell klar, dass sie ihren Lebensunterhalt als Fotografin verdient. Zum einen lag das an dem Charakter von Hanna. Sie ist ein zurückhaltender Mensch, der keinerlei Ambitionen hat sich in den Mittelpunkt eines Geschehens zu stellen. Stattdessen nimmt sie lieber die Rolle des Beobachters ein. Und als mir das klar wurde, gab es für mich nur noch den Job einer Fotografin. Zum anderen bin ich von der Fotografie völlig fasziniert. Mit unserer Freilichtbühne waren wir letztes Jahr bei unserem Ausflug in einer Ausstellung des Gasometers in Oberhausen “Magische Orte”, wo Fotografien von unglaublicher Ausdruckskraft Orte auf unserer Welt zeigen. Noch jetzt bekomme ich eine Gänsehaut, wenn ich daran denke.
Der Ursprung
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Du fragst mich warum ich lebe und nicht sterbe. Ich weiß darauf keine Antwort, sondern schaue dir nur traurig in deine blauen Augen, die so verletzbar aussehen. Ich halte deine Hand und schaue auf den Boden, weil ich deinen Blick mit dieser Frage nicht ertragen kann. Ich höre dein Seufzen und spüre, dass du dich abwendest von mir und dem Leben. Innerlich bin ich froh, nein dankbar, dass du die Last von mir genommen hast. Und doch nagt das schlechte Gewissen an mir.
Lenke meine Schritte und zeige mir einen Weg. Zeige mir einen Weg, den ich gehen kann ohne mich zu schämen. Ich hab Angst vor dem was mich erwartet und doch weiß ich, dass ich es nur aushalten und ertragen, aber nicht ändern kann. Warum tust du uns das an? Warum stellst du uns vor so schwierige Aufgaben in unserem Leben? Aufgaben, die wir nicht bewältigen können. Was erwartest du von mir? Was willst du mir beweisen? Das Du stärker bist als ich? Da Du den längeren Atem hast? Gibt dir keine Mühe, ich weiß es längst. Du brauchst mich nicht zu beeindrucken, mir deine Allmacht beweisen. Ich weiß, ich bin klein und unbedeutend. Nicht mehr als ein kleines Sandkorn in der unendlich weiten Wüste.
Hanna ist eine Protagonistin voller Zweifel. Sie stellt sich, ihr Leben und das Leben anderer in Frage. Aber Hanna ist auch stark. Auf ihre Weise stark und so ein Licht, das anderen Menschen ein Weg weist in der Finsternis, die sie umgibt. Ego sum lux mundi: Ich bin das Licht der Welt.
Ich freue mich, wenn es im nächsten Jahr endlich soweit ist, dass ich euch meine neue Geschichte präsentieren kann. Bis dahin wünsche ich allen einen guten Rutsch ins neue Jahr 2013.
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10. April 2013
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