Gestern Abend und heute habe ich die letzten zwei Kapitel meines Romans “Duke – Ein weiter Weg zurück”, nochmal neu geschrieben. Nachdem mein Lektor mir als Wochenaufgabe die Frage gestellt hat, wie der psychologische Faden von Vera durch die Kapitel ist und welches Verhältnis sie zu Henning und vor allem Thomas hat, schaute ich mir mal wieder alles von der Geschichte genauer an. Und dann kam ich zu dem Entschluss, dass es gerade in den zwei letzten Kapiteln schwer, für den zukünftigen Leser, zu verstehen ist, warum Vera so reagiert und nicht anders.
Natürlich ist es für einen Mann immer schwere, die komplizierten Gefühle
einer Frau zu verstehen. Dennoch muss die Messlatte bei einem Roman dort liegen, dass jeder eine Handlung oder Reaktion von einer Person nachvollziehen kann. Nicht dass sie oder er, genauso reagieren würde, aber es darf nicht aus der Luft gegriffen sein.
Ich finde es faszinierend, dass ich diese Geschichte nun schon seit über fünf Jahre immer wieder schreiben kann und dennoch kommen ganz unterschiedliche Erzählstränge heraus. Das ist diesmal zwar nicht so, denn die Geschichte bleibt ja, wie sie ist. Aber es gäbe noch mehr Varianten, die ich alleine im Ende einbauen könnte. Deshalb habe ich auch kein Problem damit, mich mit anderen schreibenden Personen über meine Geschichten auszutauschen. Erstens finden sie die Charaktere meistens längst nicht so faszinierend wie ich und zweitens würde ihre Geschichte ganz anders laufen, nicht wahr?







31. Mai 2011
Romane